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Pitchen oder nicht? Lohnt sich der Aufwand?

Montag, 19. Januar 2009 | Autor:

Zugegeben, für denjenigen, der einen Pitch ausschreiben möchte, ist es natürlich stets eine spannende Sache. Was gibt es schöneres für einen Marketingleiter als sich zurückzulehnen und abzuwarten, was sich die Agenturen ausdenken? Zumal die Verantwortung schnell, einfach und oft recht günstig auf Vollprofis weitergeleitet werden kann.

Aber Achtung! So einfach ist das auch nicht! Es stimmt zwar, mittlerweile bekommen Sie auch von Top Agenturen „günstig honorierte“ Pitch-Präsentationen geliefert. Aber, ist das Ergebnis wirklich das Selbe wie bei einer kostspieligeren Ausschreibung mit höherem Abstandshonorar? Je geringer das Honorar, je näher sind Sie an dem Praktikanten dran. Es ist Fakt – nicht selten werden Trainees und Juniors bei Billigpitches eingesetzt. Das kann man sogar ein wenig verstehen.

Ich frage mich schon lange, warum sich eine Agentur, mit jahrelanger Erfahrung und ausreichender guter Beispielarbeiten, zu einem offensichtlich zu geringem Pitchhonorar überreden lassen.

Aber kommen denn nur Agenturen mit ausreichend Erfahrungen aus Ihrem Marktumfeld in Frage? Nein, denn wenn eine Agentur noch nie in einem vergleichbaren Markt Erfahrung gesammelt hat, kann genau diese Agentur den frischen Wind in die Kampagne bringen.

Suchen Sie sich also sehr sorgfälltig die zu pitchenden Agenturen aus. Reduzieren Sie die Auswahl auf 2-3 Präsentanten und bieten Sie ein faires Pitchhonorar. Verlangen Sie aber auch – dem Honorar entsprechend – detailierte Ausarbeitungen durch einen Profi. Lassen Sie sich nicht durch die Präsentationsform blenden (das können viele Agenturen sehr gut), sondern lassen sie Zahlen, Kosten, Erfahrung und Plausibilität mitentscheiden.

Thema: Agentur Pitch | Beitrag kommentieren

Pitch mit Werbeagenturen – Immer fair?

Samstag, 17. Januar 2009 | Autor:

Das Thema Pitch ist in der Werbebranche ein heißes Thema. Früher, also ganz früher, vor etwa 10 und mehr Jahren, war es ein halbwegs fairer Kampf im Wettbewerb mit anderen Agenturen um einen lohnenden Etat zu kämpfen.

Heute kämpfen oft 5 Agenturen um einen 10.000€-Etat und erhalten – wenn Sie Glück haben – 500€ Aufwandsentschädigung. Aber warum nehmen sie dann Teil? „Was sollen wir machen“, ist die Antwort. Diese Antwort ist erstaunlich!

Wenn man sich mit Agenturchefs oder leitenden Mitarbeitern unterhält, scheint es chancenlos für Agenturen diese Situation zu verändern. Die Agenturen ziehen nicht am gleichen Strang und erlauben es den Etat-Holdern sie für lau springen zu lassen. „Die Bedingungen sind oft unfair, wir erfahren weder gegen wieviele Agenturen wir pitchen, noch gegen welche. Und wir erfahren auch oft nicht, um welchen Etat wir kämpfen.“ So hört man viele der Kommunikations-Chefs klagen.

Aber was soll die Heulerei? Mal ehrlich, wenn eine Werbeagentur es nicht schafft, potentielle Kunden von der Qualität ihrer Leistung zu überzeugen und sich diese auch bei einem Pitch fair Vergüten zu lassen, WER DANN? Vielleicht sollten die  klagenden Agenturchefs ihre eigene Stellung im Markt erst einmal in Frage stellen und dann daran arbeiten, wie sie um einen teuren und lästigen Pitchkampf herum kommen.

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