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Got to Dance: Choreografie der Emotionen

Freitag, 14. Juni 2013 | Autor:

Nichts scheint das deutsche Fernsehpublikum so sehr zu lieben wie Castingsshows. Und weil eine scheinbar unersättliche Nachfrage ja bekanntlich ein übermäßiges Angebot regelt, gibt es mittlerweile Castingshows jeden (Fernseh-)Formates: für Topmodels, Popstars, Superstars, Supertalente, usw.

Eigentlich gibt es nichts mehr, was man nicht schon im Castingshow-Format gesehen hat. Oder?

Und täglich grüßt die Casting-Show.

Doch der Punkt, an dem wir als geduldiges Fernsehpublikum den Castingshows überdrüssig geworden sind, ist noch lange nicht erreicht. Oder zumindest scheinen das zwei große deutsche Privatsender zu denken.

In Zusammenarbeit bringen ProSieben und Sat. 1 nämlich ab 20. Juni dieses Jahres eine neue Castingshow auf den (Fernseh-)Markt: Got To Dance.

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Nun klingt die Programmbeschreibung des neuen TV-Formats an sich nicht sonderlich spektakulär: Sat.1 und ProSieben begeben sich auf „Die Suche nach Deutschlands bestem Dance-Akt“ (gelesen bei gottodance.de). – Das klingt zunächst nach einer jener Casting-Ideen, die bei den TV-Programm-Konsumenten eher ein Déjà-vu als  gespannte Vorfreude auslösen.

Was allerdings den Trailer zu Got To Dance betrifft, der sorgt in den Werbepausen für  einiges Aufsehen…

… und lässt nicht nur Tänzerherzen höher schlagen. Der Teaser nimmt den Zuschauer mit auf eine rhymthmische und emotionale Reise – begleitet von begabten Tänzer jeden Alters, vorbei an den unterschiedlichsten Locations, durch sämtliche Tanzstile und Choregrafieformen hindurch.

Die Markenpositionierung gibt den Takt vor

Zumindest dem Trailer nach zu urteilen, scheinen mit der neuen Casting-Show auch die beiden verantwortlichen TV-Sender ProSieben und Sat. 1 ihren Positionierungen gerecht zu werden und ihren Markenclaims alle Ehre zu machen. „We love to entertain you“-Marke ProSieben legt mit der Produktion alles daran, ihr Publikum zu unterhalten und Kooperationspartner Sat.1 setzt mit dem Trailer auf authentsiche Weise den Markenclaim „Freut euch drauf“ um.

Jury-Mitglied bei Got To Dance wird im übrigen unter anderem Palina Rojinski sein, die derzeit auch in ihrer Rolle als kleiner Kaffee im Auftrag des Fast Food Riesen McDonald’s im Fernsehen zu sehen ist.

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Was haben AXE und Schokolade gemeinsam?

Donnerstag, 12. November 2009 | Autor:

NIX! Warum aber wirbt Axe mit einem Schokomännchen? Denken die Macher dieses Spots denn wirklich, dass wir schokosüchtigen Weibchen darauf „fliegen“?

Da dacht´ ich tatsächlich wochenlang darüber nach, wie jemand auf die Idee kommt einen Duft für den Mann zu schöpfen, der nach Schokolade riecht? Welcher echte Kerl will denn nach Schokolade riechen? Und! Wie einsam und verzweifelt muss  dieser sein, wenn dies sein letztes Mittel zur Verführung des anderen Geschlechtes ist?

Und dann die Frage, welche Frau mag überhaupt schokoladig duftende Männer? Also durch welchen Markttest ist denn diese Duftkreation gerauscht?

Doch dann habe es auch ich kapiert! Es geht um den Vergleich der Verführungskraft. Die Unwiderstehlichkeit! Ahaa!

Ein Duft, der so verführerisch auf Frauen wirkt wie Schokolade!

Na darauf muss Frau aber auch erst einmal kommen. Dachte ich bis dato zu denen zu gehören, die solche Herleitungen sofort verstehen. Hier habe ich total versagt. Bin aber froh, dass auch mein Freund die Botschaft genauso falsch gedeutet hat.

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Corporate Deutsch – Der VW-Spot machts deutlich

Donnerstag, 22. Oktober 2009 | Autor:

Herrlich! Zwei knallbunte Handtücher fliegen an einem verdutzten Autokaufinteressierten vorbei, direkt auf die Vordersitze. Zack. Meins. Weg da. Ja, so ist der Deutsche.

Die klassische Morgenszene am All-Inklusive-Hotelpool auf Mallorca, natürlich noch vor der Massenfütterung auch „Frühstücksbuffet“ im Reisekatalog genannt.

Die kreativen Köpfe dieses VW-Spots haben ein typisch deutsches Urlaubsverhalten prima umgesetzt und die bekannte Szene einfach in ein Autohaus verlagert. Und das richtig witzig. Jeder kennt es, doch keiner tut es. Und jeder kann darüber lachen. Ausser vielleicht der russische Tourist im Mallorcahotel. Denn der steht bereits das dritte Mal am Buffet.

Ein eigentlich sehr peinliches Image der Deutschen wurde auf wirklich gute Weise positiv umgesetzt.

Kompliment. All-Inklusive: merkbar, witzig, sympathisch, deutsch

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Ritter Sport Olympia – Wer hat sie wirklich vermisst?

Donnerstag, 8. Oktober 2009 | Autor:

Sehr genial die Idee. Das muß man schon sagen. Laut Pressemeldungen sollen nach ca. 4 Jahre, nach dem das sportlichste Schokoladenquadrat aus den Regalen verschwand, die Verbraucher selbst die Rückkehr gefordert haben.

Es ist die Rede von unglaublich vielen Briefen und tausenden Mails.

Doch eine Sache bleibt unklar. Warum verschwand die Schokolade überhaupt erst? Warum haben diejenigen Verbraucher – die ja wohl Stammkunden waren – nicht einfach weiter die Olympia gekauft? Denn hätten sie alle es ausreichend oft getan, wäre diese Sorte doch nie erst verschwunden.

Wissen die Verbraucher denn einfach nicht was sie wollen? Oder liegt jetzt eine neue Rechenformel vor, die bestätigt, dass sich der Verkauf wieder lohnen wird? So ein Comeback kostet schließlich richtig viel Geld!

Natürlich wird heute nicht mehr einfach nur über TV beworben. Jetzt will man den Verbraucher im regen Dialog mit dem Unternehmen wissen. Auf YouTube werden ein paar langweilige „ich will Olympia zurück“ Videos hochgeladen, die alle angeblich von den Verbrauchern selbst sein sollen. Kann ja sein, mittlerweile haben ja viele Leute professionelles Film- und Cutterwerkzeug zur Hand und richtige burner sind die meisten Spots auch nicht.

Doch ehrlich gesagt, ich finde die Idee den Verbrauchern das Gefühl zu geben, ER ALLEINE hat es geschafft, dass ein so großes Unternehmen sich überreden läßt und mit millionenschweren Werbebudget die Schokolade zurück in die Regale bringt richtig gut!

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Visa läßt Krückengeher Bill Shannon für sich fliegen

Dienstag, 23. Juni 2009 | Autor:

Auf zwei Krücken schwebt artistisch und federleicht der außergewöhnliche Danceartist Bill Shannon durch den üblichen Shoppingalltag.
Der seit seiner Kindheit an einer deformierten Hüfte leidende (weniger wegen seiner körperlichen Behinderung leidende, sondern vielmehr durch die mitleidbekundenden Fremden) machte aus seiner üblichen Gangart eine kunstvolle Artistik. Mit dieser Tanzkunst konnte Bill Shannon schon auf unzähligen Bühnen der Welt auftreten (u.a. auch Cirque du Soleil) und eigene Choreographien entwickeln.

Visa holte sich diesen Ausnahmekünstler als Imagetestimonal für sein Kreditkartenprodukt.
Visa gelingt es in diesem Video – und daran ist gewiss auch Bills Einfluß Schuld – das Ganze nicht aussehen zu lassen wie eine „Behindertenstory“, sondern vielmehr als eine echte artistische Glanzleistung – und das ist es einfach auch –  sehen und stehen zu lassen.

Denn nur derjenige Zuseher, der sich wirklich dafür interessiert, erfährt, wer der Tänzer in dem Video ist und dass er tatsächlich ein „Krückengeher“ ist.
Die meisten Zuseher aber gehen wohl davon aus, dass es sich womöglich um die nächste, coole Tanzmode oder Parkour-Sportart handelt. Warum auch nicht?
Visa hat hiermit einen echten Imagecoupe gelandet.

Der Film, nein, der Werbefilm, ist absolut sehenswert, unterhaltend, faszinieren UND positiv emotional geladen. Man mag gar nicht genug davon sehen. Und weil das so ist, erkennt man trotzdem, die eigentlich sehr zurückhaltend und zufällig platziert wirkenden Visa-Akzeptanzaufkleber an den Schaufenstern.

Bill Shannon ist großartig. Und Visa hat dies ausgezeichnet für sich umgesetzt.

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Mein Fazit: 100% und weit darüber hinaus.

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Verona Pooth hat nur noch wenig Geld für Klamotten?

Donnerstag, 18. Juni 2009 | Autor:

So könnte die neue Werbebotschaft für die Textilmarke „kik“ lauten, denn Verona Pooth ist das neue Testimonial. Dass ihr Mann viel Geld verloren hat, ist bekannt. Daher paßt es vielleicht sogar, dass sich Verona nun eben auch ein wenig einschränken muß – wenngleich jeder weiss, dass sie immer noch steinreich ist und es gewiss nicht nötig hat, bei einem Billigdiskonter wie kik einzukaufen.

Wie glaubwürdig ist es also wirklich? So glaubwürdig, wie die Tatsache, dass Dieter Bohlen definitiv keine (oder sagen wir mal, kaum) Eisenbahn fährt, so wird Verona gewiss kaum (oder sagen wir mal, ehr gar nicht) bei kik einkaufen.

Egal! Bei einer witzigen Umsetzung – und das kann Verona gut, denn sie gehört zu den wenigen VIP´s, die über sich lachen kann – könnte der Spot trotzdem funktionieren. Die Popularität in der Zielgruppe ist gewiss ungebrochen.

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Campari & Jessica Alba mögen es leidenschaftlich

Donnerstag, 18. Juni 2009 | Autor:

Eine leidenschaftliche Jessica, ein ambitionierter Barkeeper (Charles Schuhmann) und eine traumhafte Location und guter Werbeplatz – das kostet natürlich schnell mal 2-3 Millionen (lt. Horizont.net).

Neben dem TV-Spot gibt es noch einige Printanzeigen und Promotionkampagnen, die uns die Leidenschaft des Aperetiv Getränkes Campari Nahe bringen soll. Natürlich rechtzeitig zu den sommerlichen Temperaturen.

Stellt sich nur die Frage, welches der beiden Sommergetränke von Campari sollen wir lieben? Aperol Sprizz, welches fast zeitgleich von Campari Deutschland beworben wird oder eben die Hauptmarke Campari? Sprizz richtet sich jedoch ehr an die jüngeren Partyfreunde, das Getränkt ist auch süffiger und der Spot geht sehr auf Spontanität und Unkompliziertheit. Was man vom Camparispot nicht behauptet kann.

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Mein persönliches Fazit: Schön anzusehen. Sehr Campari-like.

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Aperol Sprizz sollen nun auch die Norddeutschen verstehen

Donnerstag, 18. Juni 2009 | Autor:

Campari Deutschland bewirbt seit Anfang Mai mit einem 20 Sekünder seine eigentlich gar nicht so neue Getränke-Trendmarke Aperol.
Mit Prosecco und Sodawasser gemischt, heißt dieser süffige Sommercocktail „Aperol Sprizz“ oder auch nur noch „Sprizz“. Im Süddeutschen Raum ist das Getränk (aufgrund der Nähe zu Italien und der Affinität zu Prosecco) schon seit einiger Zeit „total hipp“.
Doch das reicht natürlich nicht. Daher wird ordentlich Budget in die Bekanntmachung per TV-Spots gelegt, damit auch der Rest von Deutschland in diesem Sommer auf Aperol Sprizz umsteigt.
Wir lernen sogar, wie man per besonderem Handzeichen ein (oder mehrere) Sprizz Cocktails  aus der Ferne oder in viel zu lauten Bars und Diskotheken bestellt.
Klug. Einprägsam. Gelungen.
Dürfen wir nur noch gespannt sein, ob die Barkeeper das auch verstehen.

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Dieter Bohlen & das Brett vor dem Kopf

Samstag, 13. Juni 2009 | Autor:

Die Macher des VHV-Versicherungsspot ließen den Bohlen eine vor den Latz geben.
Schön zu sehen. Gut gemacht von Scholz & Friends. Schließlich wünscht sich jeder, dass auch Dieter mal einstecken muß.

Nachdem Bohlen für Becel und Bruzzlers Würstchen wirbt, nun auch für eine Versicherung. Und nicht zu vergessen den Spot der Deutschen Bahn. Der wohl unglaubwürdigste und langweiligste Spot von allen.

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Til Schweiger – mit Braun rasiert

Mittwoch, 10. Juni 2009 | Autor:

Es fällt schon schwer als Frau so zu tun als seit Til Schweiger nicht ein attraktiver Mann mit einem frechen Bubi grinsen, welches definitiv mehr verspricht.

Til Schweiger als Sexy Mann der sich fein rasiert präsentiert – sweet.

Nein, nein, Til Schweiger ist diese Art Mann, den die meisten Frauen nicht gut finden. So wie Essen bei Mc Donald. Mag ja auch keiner, man geht aber trotzdem ständig hin.

Doch ist die Zielgruppe hier ist ja der Mann. Wie Til Schweiger bei den Männern ankommt kann ich nicht sagen. Aber er wirkt schon sehr glaubwürdig. Wo hat er bloß diesen Blick her? Und welches Model wirkt sowohl lächelnd als auch gestellt teilnahmslos so sexy? In Deutschland? Niemand. Leider.

Gute Entscheidung von Braun.

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