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Below the line – Werbung über oder unter der Linie?

Freitag, 6. März 2009 | Autor:

Noch so ein typischer, englischer Werbebegriff. Dabei könnten wir so wunderschöne, deutsche Begriffe dafür erfinden, wie:

Die “Nicht-Ganz-So-Offensichtlich-Kampagne” oder die “IndirektStrategie”…..

Aber den Begriff below-the-line 1:1 ins Deutsche zu übersetzen macht keinen Sinn: “Unter der Linie”. Unter welcher Linie? Der Gürtelline?

Die Erklärung: Typische below-the-line Kampagnen sind ganz einfach solche Werbemaßnahmen, die nicht-klassisch (z.B. Anzeigen, TV-Spot) sind. Dazu gehören z.B:

- Öffentlichkeitsarbeit

- Sponsoring / Eventmarketing

- Productplacement

- Gewinnspiele

- Verkaufsförderung / persönlicher Verkauf

Eigentlich gehört auch die Onlinewerbung noch zur below-the-line Abteilung, ich bin jedoch der Meinung, dass hier kein Unterschied mehr zur klassischen “Anzeigenschaltung” besteht. Unter below-the-line gehört aber gewiss die Platzierung von Informationen in Blogs.

Thema: Wissenswertes & Agentursprache | Beitrag kommentieren

Sex sells! – FriendScout24 schickt Flitzer ins Stadion

Montag, 2. März 2009 | Autor:

Am vergangen Wochenende bekamen die Fans in der Allianz Arena einen besonderen Augenschmaus zu sehen!

Kurz vor Anpfiff des 2. Liga Spiels TSV 1860 München gegen den FC St. Pauli stürmten zwei Flitzer auf den Rasen, trafen sich am Mittelkreis und knutschten leidenschaftlich. Beide im Bodypainting-Style! Der Mann im St. Pauli und die Frau im 1860er Trikot. Mal eine witzige und ungewöhnliche Marketingaktion!

FriendScout24 hatte die beiden Flitzer gecastet. Mit Erlaubnis von 1860 wurden die beiden Schauspieler auf den Rasen geschickt.

Ich bin mal gespannt, wie die Resonanz darauf wird. Derzeit ist im Internet noch nicht viel zum Thema zu finden. Nicht mal bei YouTube. Aber den Löwen hat es wohl genützt, die haben 5:1 gewonnen!

Link zur friendscout24-Kampagne

Thema: Werbekampagnen | 2 Kommentare

Xing heißt jetzt Crossing

Freitag, 6. Februar 2009 | Autor:

Ein schönes Beispiel für Virales Marketing (VM). Die Social Network Community Xing.com hat sich weltweit Ihren Namen “XING” schützen lassen, wie sich das für ein multinationals Unternehmen gehört.

xingIn den USA kam dann dieser “Bericht” in die Medien (siehe unten).

Zur Erläuterung: In Amerika wird der Begriff Xing als Abkürzung für Crossing (das X soll dabei die Kreuzung andeuten) als Strassenschild verwendet. Die “Reportage” behauptet nun, dass Millionen amerikanischer Steuergelder aufgewendet werden müssen, um überall die Schilder und Strassenmarkierungen zu ändern, weil ein europäisches Unternehmen den Namen Xing auch in den USA gesetzlich geschütz habe. Der Bericht des TV-Senders ist sehr gut gemacht, nichts deutet direkt auf ein Fake hin (außer das es natürlich rechtlich Quatsch ist).

So ist Xing in den Medien, alle hatten seinen Spaß und – kompliment – es hat funktioniert.

Leider hat die Sache einen Haken. Viele verstehen nicht, dass es sich um einen Spaß (Witz, Joke, Fake) handelt, sondern glauben die Story. Da prügeln Amerikaner auf die Europäer ein und die deutschen Nichtversteher kontern mit “auch ihr müsst euch an die Gesetze halten”. Ein Spaß läuft aus dem Ruder.

Das große Problem an der Geschichte: Die Leute, die den Witz nicht sofort verstanden haben, fühlen sich so böse enttarnt, dass sie nicht mit einem Lächeln auf die Aufklärung reagieren, sondern virales Marketing voll doof finden, Xing sowieso früher besser war und “man nun lieber aus dem Netzwerk austreten will”.

Da Xing eine Business Community ist, werden sicher die allermeisten Mitglieder den Spot verstanden haben und einfach nur amüsiert lächeln.

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Thema: Allgemeines | Ein Kommentar