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Wozu Corporate Design?

Donnerstag, 21. Juli 2016 | Autor:

(Quelle Wikipedia) Der Begriff Corporate Design [ˈkɔːpəɹɪt di’zaɪ̯n] (CD) bzw. Unternehmens-Erscheinungsbild bezeichnet einen Teilbereich der Unternehmens-Identität
(corporate identity) und beinhaltet das gesamte, einheitliche Erscheinungsbild eines Unternehmens …

Soweit Wikipedia … doch was beinhaltet denn so ein „Corporate Design“?
Der Anfang von Allem ist das Logo über das sich die Firma präsentiert.
Das ist der Ausgangspunkt für ein Corporate Design – kurz CD – genannt.
Logo, Farbe, Schrift und Bild. Die Säulen des Corporate Design und somit für das CD-Manual, in dem sämtliche festgelegten Gestaltungsreglements dokumentiert sind.
Das CD-Manual ist eine Art Bedienungsanleitung für die Gestaltung aller weiteren Werbemittel.
Es ist das „Herzstück“ und das Handbuch mit dem die Designer die Gestaltungsrichtlinien des Unternehmens kennenlernen und somit verbindlich damit arbeiten können.

Mit diesem Gestaltungskonzept lässt sich nun das gesamte Erscheinungsbild aufbauen, das aus Geschäftspapieren (Briefbögen, Visitenkarten, Rechnungen, Lieferscheine, Kuverts …), aus dem Internetauftritt, Anzeigen, Broschüren, Flyer, Plakate, Werbemittel, Produkt- und Verpackungsgestaltungen, Außenwerbung … besteht. Je nachdem um welches Unternehmen es sich handelt und was es benötigt.

Und warum ist das Corporate Design für eine Firma so wichtig?
Das Corporate Design lässt ein Unternehmen nach innen und außen als Einheit erscheinen. Dadurch entsteht ein Wiedererkennungswert und idealerweise eine große Bekanntheit. Die immer wiederkehrenden festen Elemente werden abgespeichert und mit diesem einem Unternehmen in Verbindung gebracht.
Dem Außenstehenden wird sofort klar (das geschieht meist unbewusst) um welches Produkt oder Firma es sich dabei handelt, obwohl er vielleicht nur beim Vorbeifahren die Farben oder eine Form wahrgenommen hat.

Welches Unternehmen erscheint einem sofort vor dem geistigen Auge bei
Rot und Weiß? Coca-Cola!
Blauer Kreis? Nivea!
Lila und weiß? Milka!
Hier haben die Kreativen ein perfektes Corporate Design entwickelt und umgesetzt.

Thema: Wissenswertes & Agentursprache | Beitrag kommentieren

Erfolg beginnt mit dem richtigen Corporate Design

Donnerstag, 11. September 2014 | Autor:

Eines der größten Abenteuer im Berufsleben ist wohl die Gründung eines eigenen Start-ups.

Der lang ersehnte Geistesblitz ist endlich eingetroffen und nun muss die geniale Geschäftsidee nur noch in die Praxis umgesetzt werden. 

Wie praktisch ist es also, dass in der Gründungsphase plötzlich der gesamte Freundes- und Bekanntenkreis zu einem dauerpräsenten Publikum an Start-up-Experten mutiert, das ungefragt Ratschläge erteilt.

Während man selbst sämtliche seiner Energiereserven in seinen 20-Stunden-Arbeitstag steckt und sich angesichts des gerade auf sich genommenen finanziellen Risikos ständig fragt, ob man sich die Packung Toast im nächsten Monat noch leisten können wird, haben die selbsternannten Gründungs-Experten ihre schiere Freude daran ständig zu hinterfragen, ob der Markenname auf englisch nicht doch besser geklungen hätte, ob man schon genügend (und vor allem mit den richtigen Personen) netzwerke und ob man denn noch im Budgetplan liege.

Ganz zu schweigen von den zahlreichen Marketing-Beratern, die einem als Existenz-Gründer zur Entwicklung eines Corporate Designs raten.

Corporate Design als Start-up?

Das hat doch nur was mit Gestaltung zu tun und ist in der Anfangsphase ja wohl vollkommen überflüssig.

Oder?

Als Werbeagentur waren wir vor mehr als 10 Jahren selbst ein Start-up Projekt. Daher wissen wir, dass vor allem in der Anfangsphase die Weichen für den späteren Erfolg gestellt werden.

Ein durchdachtes Corporate Design kann dabei sehr hilfreich sein.

Glauben Sie nicht?

Hier sind drei Gründe, die Sie vielleicht überzeugen…

1. Corporate Design heißt eben nicht nur Festlegen eines Logos, einer einheitlichen Typografie oder von weiteren Gestaltungsrichtlinien. Vor allem in der Gründungsphase bedeutet die Entwicklung eines Corporate Designs auch Basisarbeit an der Markenstrategie.

Denn um ein passendes Erscheinungsbild für Ihr Start-up zu entwerfen, müssen zunächst die Grundbausteine herausgearbeitet werden: Was ist Ihr Markenkern? Wer ist Ihre Zielgruppe? Und wie sehen Ihre gewünschte Positionierung bzw. Ihr geplantes Image aus?

Durch die Entscheidung für ein Corporate Design wissen Sie also ganz genau, wo Sie mit Ihrer Marke bzw. Ihrem Start-up stehen, wo Sie hinwollen und welche Vorteile Sie von Ihren Wettbewerbern unterscheiden.

2. Corporate Design bedeutet auch Arbeitserleichterung. Denn die festgelegten gestalterischen Richtlinien werden in einem CD-Handbuch zusammengefasst, das Sie Grafikern, Freelancern, Agenturen, etc. mit an die Hand geben können. So müssen Sie nicht bei jedem Werbemittel auf die festgelegte Mindestgröße und Positionierung Ihres Unternehmenslogos hinweisen…

3. Letztendlich sorgt ein Corporate Design somit dafür, dass Ihr Markenauftritt einheitlich und auf allen Ebenen überzeugend ist und Ihre Zielgruppe auch auf Ihre geniale Geschäftsidee aufmerksam wird.

Und nun?

… sollten wir uns dringend kennenlernen. Denn als Werbeagentur mit Sitz in München haben wir uns auf die Entwicklung von Marken spezialisiert und sind stets auf der Suche nach neuen, spannenden Projekte.

Schreiben Sie einfach eine E-Mail an info@wildefreunde.de und wir vereinbaren einen Termin, bei dem wir uns ganz unverbindlich über professionelle Markenarbeit für Start-ups unterhalten können.

Thema: Corporate Design / Identity | Beitrag kommentieren

Marke „Weihnachten“ – wie Coca-Cola angeblich den Weihnachtsmann erfand und Zalando ihn zu Fall bringen will

Dienstag, 13. November 2012 | Autor:

Kaufgrafik bei www.pinkmonkey.de zum download

 

Es ist der 24. Dezember. Der Weihnachtsbraten ist im Ofen und der Tannenbaum geschmückt. Nun wartet alles nur noch auf ihn: den Weihnachtsmann. Mit seinem roten Mantel und dem weißen Rauschebart gehört er längst zum (Weihnachts-)Inventar. Und doch gibt er jung & alt ein Rätsel auf: denn woher kommt er eigentlich, der Weihnachtsmann?

Während die Kleinsten noch träumen, dass er hoch oben im Norden eine Weihnachtswerkstatt mit Wichteln und Rentier-Startrampe hat, hält sich unter den Älteren der Gesellschaft hartnäckig das Gerücht, dass der Weihnachtsmann eben nicht dieser kinderfreundliche, alte Mann ist, als der er sich ausgibt. Stattdessen soll er auf eine Erfindung derselben kreativen Köpfe zurückgehen, die auch im Jahre 1886 mit einem koffeinhaltigen Erfrischungsgetränk den Getränkemarkt revolutionierten. Angeblich steht der Weihnachtsmann im Dienste der Coca-Cola Company. Als treuherziger Testimonial beschert er dem Unternehmen jedes Jahr aufs Neue fröhliche Weihnachten: zwar bringt er keine Geschenke, dafür aber höhere Absatzzahlen.

Doch was ist dran an den Gerüchten?

Um Sie, liebe Leser, nicht allzu lange auf die Folter zu spannen: Coca-Cola ist nicht der Erfinder des Weihnachtsmannes. Tatsächlich ist die Figur des Weihnachtsmannes auf eine andere vorweihnachtliche Bekanntheit zurückzuführen: nämlich auf den – zumindest im deutschen Raum –  nicht weniger bekannten Bischof  Nikolaus von Myra. Zum Gedenken an die guten Taten dieses Mannes werden auch heute noch alljährlich am 6. Dezember Kinder mit Geschenken oder auch Tadel bedacht.

Schön und gut. Doch wie wurde aus Sankt Nikolaus nun der Weihnachtsmann

Auch für diese Persönlichkeitswandel kann nicht Coca-Cola zur Rechenschaft gezogen werden. Sondern die Holländer. Diese importierten ‚ihren’ Sinterklaas nach Nieuw Amsterdam – oder besser gesagt: in das heutige New York. Es fügt sich eins zum anderen: Aus Sinterklaas wird Santa Claus und schließlich auch unser Weihnachtsmann. Und die Geschenke werden von nun an erst am 24. Dezember ins Haus geliefert. Nun denken Sie sich vielleicht: Es kann doch kein Zufall sein, dass die Kleidung des Weihnachtsmannes ausgerechnet dem Corporate Design von Coca-Cola entspricht?

Doch, kann es.

Für die äußere Form des Santa Claus ist maßgeblich der deutsch-amerikanische Karikaturist Thomas Nast verantwortlich. Dieser wurde von der New York Times als nichts Geringeres als „Vater des amerikanischen Cartoons“ betitelt und hat unter anderem auch Uncle Sam seine prototypische Gestalt verliehen. Eben dieser ominöse Herr hat für das Politmagazin Harper’s Weekly auch den Weihnachtsmann illustriert –    als einen beleibteren, fröhlichen alten Mann. Im Laufe von 22 Jahren sind so über 30 Zeichnungen entstanden, die dem Weihnachtsmann nicht nur einen Wohnsitz am Nordpol nachsagen, sondern den weihnachtlichen Botschafter auch mit der markanten Farbenkombination rot und weiß ausstatten. Eben nicht als Corporate Design von Coca-Cola, sondern als persönliche Farbwahl von Thomas Nast.

Aha. Coca Cola ist also völlig unschuldig an der Entstehung des Weihnachtsmannes?

Das nun auch wieder nicht. Ins Spiel kommt die Marke aber erst sehr viel später. Nämlich im Jahre 1963. Der amerikanische Getränkehersteller erteilte dem Cartoonisten Haddon Sundblom den Auftrag „einen liebenswerten Weihnachtsmann zum Anfassen“ zu erschaffen: „einen gemütlichen, älteren Herrn mit vergnügtem Lächeln, gütigen Augen, einem wallenden Bart“ – und nun eben doch in den Unternehmensfarben gekleidet. Ob man nun aber Thomas Nast oder die Coca Cola Company dafür verantwortlich macht, dass der Weihnachtsmann keine blauen Hosen trägt, muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden. Fest steht: im Laufe der Jahre wurde der Weihnachtsmann wohl zum erfolgreichsten Testimonal  für das Getränk in der Konturflasche. Und auch neben dem lächelnden alten Mann versteht sich die Marke auf das Weihnachtsgeschäft: seit 1997 wirbt nicht nur der Weihnachtsmann, sondern auch der  Weihnachtstruck für die rot-weiße Marke.

Und Zalando?

Die scheinen den Weihnachtsmann in diesem Jahr zu Fall bringen zu wollen. Im Werbespot, der seit dem 4. November in deutsche Wohnzimmer strahlt, kämpft der Weihnachtsmann mit dem Zalando-Postboten auf dem Dach um den Vortritt in den Kamin – und zieht prompt den Kürzeren. Von drauß’ von Walde kommt er her – und da scheint er auch zu bleiben. In der Kälte stehend muss er mit ansehen, wie sehr sich die Familie über die Zalando-Geschenke freut. Und als ob das noch nicht genug wäre, wird dann auch noch sein in Schokolade gegossenes Ebenbild durch einen Zalando-Schokomann ersetzt. „Schrei vor Glück“ scheint also bei der Marke Zalando für jeden zu gelten – außer eben für den Weihnachtsmann.

Den Schoko-Zalandomann will der Online-Versanddienst in nächster Zeit übrigens wirklich auf den Markt bringen. Ob dieser allerdings auch fernab der Werbewelt eine Konkurrenz zum Schoko-Weihnachtsmann darstellt wird sich noch zeigen…

Thema: Logo + Marke | Beitrag kommentieren

Corporate Design Gewinnspiel

Dienstag, 2. August 2011 | Autor:

wildefreunde sind in diesem Jahr (2011)  10 Jahre alt geworden.

Das hat natürlich Spuren hinterlassen. Positive Spuren an Erfahrung, KnowHow und das gute Gefühl für viele Marken und Unternehmen erfolgreiche Kampagnen und eine starke Markenbildung umgesetzt zu haben.

Jetzt haben sich wildefreunde ein Gewinnspiel überlegt, dessen Aufgabenlösung ganz eng verknüpft ist mit einem der Schwerpunkte von wildefreunde – Corporate Design!

Wer die richtige Antwort weiss und ein wenig Glück hat, gehört zu den Gewinnern.

Insgesamt können 5 Firmen eine Plakatkampagne gewinnen.

Mitmachen lohnt sich auf jeden Fall, denn der Gewinnpreis ist richtig wertvoll (Wert: 3.500€).

Inklusive sind:

– das Layout, welches durch wildefreunde erfolgt

– die Druckkosten für ein 18/1 Plakat

– die Anbringung und Mediakosten für 1 Dekade in Ihrer Wunschstadt

Sie zahlen also nichts und können sich erfreuen an ein Stückchen Werbung durch Meisterhand entwickelt.

Die Teilnahme ist bis zum 31. Dezember 2011 möglich.

Weitere Informationen:  zum Corporate Design Gewinnspiel.

Thema: Werbekampagnen | 4 Kommentare

Tipps für Ihr bestehendes Corporate Design

Montag, 12. April 2010 | Autor:

Sie sind sich nicht mehr so sicher ob Ihr bestehendes Corporate Design optimal für die richtige Vermarktung Ihrer Marke ist?

Oder, ob Ihre Grafiker das Corporate Design wirklich immer richtig umsetzen?

Vielleicht ist es auch einfach in die Jahre gekommen und Sie wollen es in das neue Jahrtausend beamen.

Holen Sie sich unverbindlich und kostenlos Rat bei den Profis der wildefreunde Werbeagentur aus München.

Schreiben Sie eine Mail an: info@wildefreunde.de und beschreiben Sie Ihr Anliegen kurz. Mit etwas Glück erhalten Sie sogar einen kompletten Corporate Design Check ohne Extrakosten.

Der Corporate Design Check von wildefreunde ist eine umfangreiche Analyse aller Ihrer bestehenden Werbemittel in Bezug auf die Marke, das Markenimage, Ihre Positionierung, zur Zielgruppe und natürlich auch in Fragen technischer Anforderungen. Sie erhalten anschließend eine sehr umfassende, mind. 8-seitige Auswertung.

Thema: Downloads & Tipps | Ein Kommentar

Na? Corporate Design oder kunterbuntes Design!

Freitag, 9. April 2010 | Autor:

Wann haben Sie das letzte Mal Ihr Corporate Design überprüfen lassen? Intern oder vielleicht durch externe Profis?

Noch gar nicht? Dabei wäre ein erneuter Blick auf alle gestalteten Werbemittel eine wichtige Sache. Selbst wenn Ihnen gelungen ist, stets alle Werbemittel einheitlich zu gestalten (was schon eine Hochleistung ist), ist das Design vielleicht gar nicht mehr zeitgemäß oder Ihren sich ggf. wandelnden Zielen, Produkten, Markenimage oder der Zielgruppe nicht mehr gewachsen.

wildefreunde bietet einen sehr geschulten, objektiven Blicke auf Ihr bestehendes Corporate Design und erstellt eine ausführliche Analyse mit fundiertem Fazit. Nicht selten ergibt dies eine Studie von mehr als 15 Seiten wertvolle Informationen.

Eine unverbindliche Anfrage können Sie direkt an info@wildefreunde.de stellen. Betreff: CD-Check

Thema: Corporate Design / Identity | Beitrag kommentieren

McDonalds ändert seine Corporate Identity

Samstag, 5. Dezember 2009 | Autor:

Mutig, Schwachsinn oder genial? Viele Spekulationen darüber, ob der Schachzug klug oder überheblich ist.

Doch genauer betrachtet ist nachvollziehbar, warum die Entscheider insbesondere nach einer optischen Veränderung streben. Riskant ist es in jedem Fall. Vielleicht ist das der Grund, warum auch nur in Europa das gelbe M auf Grün statt wie bisher auf Rot platziert wird. Und das auch nur in der Außenwirkung der Restaurants. Bis auf Frankreich werden in Europa wohl alle neuen Restaurants in einem sehr dunklen Grün gehalten. Nicht frisch, nicht fröhlich, nicht billig, sondern bodenständig, ernst, klassisch und fast schon ein Tick edel. Auf jeden Fall mehrwertiger als das bisherige laute Rot.

Doch die sonstige Werbung und das weitreichende Corporate Design in Anzeigen, Verpackungen usw. bleibt erstmal wohl unverändert. Womöglich nur eine Frage der Zeit.

Doch warum überhaupt das ganze Grünzeugs? Warum wird eine so krasse Änderung der Corporate Identitiy angestrebt?

Mc möchte womöglich sein Image von einem ignoranten und „zuvielabfallproduzierenden“ Fastfoodrestaurant aus Amerika zu einem engagierten, auf Nachhaltigkeit achtenden Schnellspeiserestaurant wechseln. Warum diese Strategie zuerst in Europa ausgetestet wird liegt für mich auf der Hand und bedarf kaum Erklärung.

Zwar ist auch dem durchschnittlich gebildetem Europäer klar, dass alleine der Farbwechsel zu mehr Grün, den Ronald nicht zu einem verantwortungsvollem ökologisch handelnden Unternehmen macht. Doch ein wenig Glaubwürdiger wirkt es dadurch womöglich mit der Zeit schon. Und beachten wir die Hauptzielgruppe! Nicht dumm, jedoch ein wenig oberflächlich mit einer Portion Egalhaltung, wenn es darum geht, genauer hinter die Kulissen zu schauen. Und die, die es besser wissen müssten, denen ist es eben einfach egal.

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Jack Wolfskins Markenschutz führt zu Markenfrust

Sonntag, 8. November 2009 | Autor:

Die Protestwelle in Bloggs auf Wolfskins Abmahnwahn war und ist gewaltig. Schon immer hat das Unternehmen seine Tazen über Anwälte verteidigt. Viel zu oft schon wurden Kleinstanbieter und Privatpersonen, die ganz naiv einfache T-Shirts mit Tatzenpfötchen bedruckt hatten, durch teure Anwälte abgemahnt.

Warum aber erst jetzt dieses Gehabe in die breite Öffentlichkeit gerät verdanken wir den Bloggern. Während sich bis dato nur die Tageszeitung „Taz“ dafür interessierte, denn auch diese sind immer mal wieder im Visier der Tazenschützer geraten, berichten aktuell unendlich viele Blogger über diese übertriebene Gangart. Hat die Tageszeitung „Taz“ sogar nachweisslich die Taze einige Jahre vor Jack Wolfskin entwickelt – nur eben nicht schützen lassen – darf sie heute ausschließlich die Taze auf ihrer Zeitung drucken. Und wehe die „Taz“ erlaubt sich Tazen auf Handtücher zu drucken…

Die „Taz“ alleine hatte es leider nie geschafft, diesem Wahn ein Ende zu setzen. Es waren die vielen kleinen und großen Bloggs und engagierte Freizeitschreiberlinge die dem Markenhüter deutlich machten, was „wir alle“, und dazu gehören erstaunlich viele Wolfskin Liebhaber, über dieses Vorgehen denken.

Dabei sind folgende Tatsachen besonders ärgerlich:

1. Wieso ist es möglich, dass Anwälte ein heiden Geld damit verdienen, alles und jeden kostenpflichtig abzumahnen der offensichtlich unbewußt, und ggf.  nur eventuell, einen Markenschutz verletzt hat?

2. Wieso überhaupt darf man die Darstellung einer Taze so allumfänglich schützen lassen? Wer hat eigentlich den menschlichen Fußabdruck schützen lassen? Oder den Fingerabdruck? oder einen Tisch? Einen Stuhl?

3. Wie kann eine Marke seine eigene Zielgruppe (tendeziell ein wenig links, sehr gebildet, umweltbewußt, menschlich mit einem hohen Gerechtigkeitsempfinden) so unterschätzen und sich mit einem wohlig, guten Gefühl für einen solchen Weg entschieden haben?

Markenschutz ist richtig! Markenschutz ist wichtig! Und es ist auch wichtig das Corporate Design (also insbesondere die Bildmarke Taze) zu schützen. Doch geht es im eigentlichen Markenschutz ehr darum vor echten und für das Wohl einer Marke tatsächlich, gefährlichen Markenpiraten zu schützen. Und es ist auch in Ordnung offensichtlich nichtwissende Dawanda-Basterlinnen und Kleinstunternehmer mit klarer Botschaft darüber zu informieren, dass sie hier womöglich eine Markenverletzung begehen. Doch müssen ausgerechnet Anwälte die Gewinner in diesem Spiel sein?

Es ist bestimmt oft so, dass nicht wirklich klar ist, ob in jedem Fall Jack Wolfskin gewinnen würde. Es ist nur klar, dass Jack Wolfskin am längeren Hebel sitzt, denn wer abmahnt darf den Streitwert festlegen. Und wer von den Hobbybastlern und Kleinstunternehmen hat schon zigtausende Euro rumliegen um hier in den juristischen Kampf zu gehen? Recht erhält in Deutschland in solchen Fällen nämlich leider meißt kampflos derjenige, der mehr Geld zur Verfügung hat.

So ist es in vielen Unternehmen üblich Anwälte damit zu beauftragen, jeden und alles abzumahnen, der in die Nähe der eigenen Marke gerät. Meißt wissen nicht einmal die Unternehmer oder Marketingleiter, wer überhaupt Abmahnungen erhalten hat. So vielleicht auch bei Jack Wolfskin? Doch in Zukunft wird dies laut Geschäftsführer Manfred Hell anders gehandhabt. Eine späte Erkenntnis doch immerhin haben es die Blogger und später auch die großen Medien geschafft, den bisher sehr bissigen Wolf zu besänftigen. Einige betroffene Tazenstricker haben wohl sogar ihre Abmahngebühr zurück erhalten. Fein. Sehr fein. Weiter so.

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Corporate Deutsch – Der VW-Spot machts deutlich

Donnerstag, 22. Oktober 2009 | Autor:

Herrlich! Zwei knallbunte Handtücher fliegen an einem verdutzten Autokaufinteressierten vorbei, direkt auf die Vordersitze. Zack. Meins. Weg da. Ja, so ist der Deutsche.

Die klassische Morgenszene am All-Inklusive-Hotelpool auf Mallorca, natürlich noch vor der Massenfütterung auch „Frühstücksbuffet“ im Reisekatalog genannt.

Die kreativen Köpfe dieses VW-Spots haben ein typisch deutsches Urlaubsverhalten prima umgesetzt und die bekannte Szene einfach in ein Autohaus verlagert. Und das richtig witzig. Jeder kennt es, doch keiner tut es. Und jeder kann darüber lachen. Ausser vielleicht der russische Tourist im Mallorcahotel. Denn der steht bereits das dritte Mal am Buffet.

Ein eigentlich sehr peinliches Image der Deutschen wurde auf wirklich gute Weise positiv umgesetzt.

Kompliment. All-Inklusive: merkbar, witzig, sympathisch, deutsch

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Briefingformular für Logo- und Corporate Design Entwicklung

Sonntag, 11. Oktober 2009 | Autor:

Das richtige Briefing ist die erste Voraussetzung für eine gute Entwicklung des Logos und das Corporate Designs. Das beigefügte Briefingformular soll Auftraggeber helfen, alle relevanten Fragen und Informationen zu berücksichtigen. Das Formular ist jedoch kein Ersatz für ein persönliches Gespräch mit der auszuführenden Agentur. Und zwar sollte dies die Geschäftsleitung, der Unternehmer aber mindestens der Marketingleiter (solange er Entscheider ist) übernehmen. Die Entscheidung für ein Logo und Corporate Design sollte von Personen getragen werden, die dem Unternehmen/der Marke eng verbunden sind jedoch möglichst objektiv an das Thema herangehen können.

Das Formular hilft Ihnen auch bei der Einholung von Angeboten.

Als Spezialisten für die Entwicklung von Logos und Corporate Designs, geben auch wir gerne ein Angebot ab. Das ausgefüllte PDF einfach mailen an:

info@wildefreunde.de

Download hier: briefingformular-corporate_design

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