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Love is the answer. Oder: Wie Marke Honey Maid erfolgreich auf einen Shitstorm reagiert

Mittwoch, 9. April 2014 | Autor:

… und täglich grüßt der Shitstorm.

Irgendwann –  so scheint es zumindest –  trifft dieses ungeliebte Internet-Phänomen jedes Unternehmen.

Für die betroffene Marke gibt es dann im Grunde drei Möglichkeiten um auf einen solchen Shitstorm zu reagieren:

a) Indem sie die Entrüstungswelle gekonnt ignoriert und darauf hofft, dass sie bald an einem vorüberzieht.

b) Indem sie versucht der pöbelnden digitalen Meute ihre eigentlich guten Absichten klarzumachen.

und

c) Indem sie sich ein Beispiel an der Marke Honey Maid nimmt.

… die muss sich nämlich jüngst einem solchen ‚Sturm der Entrüstung‘ stellen.

Dabei sind die beleidigenden Kommentare, mit denen sich Honey Maid konfrontiert sieht, nicht wirklich nachvollziehbar.

Denn Auslöser dieser Reaktionen ist der kürzlich veröffentlichte Spot mit dem Motto bzw. Kampagnen-Claim „This is wholesome“:

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Doch anstatt darauf zu warten, dass der Shitstorm vorüberzieht, liefert Honey Maid prompt die Antwort auf diese homophoben und fremdenfeindlichen Hasstiraden:

… Liebe!

Und zwar im wörtlichen Sinne.

Für eine Online-Kampagne wird dafür eigens das Künstler-Duo Linsey Burritt & Crystal Grover engagiert, das alle Kommentare sammelt, zusammenrollt und in eine viel schönere Botschaft verwandelt… 🙂

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Unser Fazit: So sollte es aussehen, wenn eine Marke eine klare Positionierung bezieht… 😉

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Frühlingskampagne – gefunden auf Otto.de!

Freitag, 21. März 2014 | Autor:

OTTO ist wieder da!

Vielleicht erinnern Sie sich ja: Vor etwa einem Jahr entführte uns die Mode-Marke Otto zusammen mit der zuständigen Werbeagentur Heimat aus Berlin in eine magisch-skurrile Welt, in der Bikinis, Handtaschen und Kleider weitaus interessanter waren, als etwa ein mysteriöser roter Knopf, der eines schönen Tages an einem Pool gedrückt wird oder ein Küken, das auf einem Restaurant-Tisch ausgesetzt wird.

Seit vergangener Woche ist nun die aktuelle Frühjahrskampagne von OTTO im TV zu sehen.

Eines aber schon mal vorweg: In der neuen Kampagne bleibt eigentlich alles beim Alten. Denn auch im Frühjahr 2014 dreht sich bei OTTO alles um magische Geschichten.

Nur wird das Modemärchen dieses Mal von der Protagonistin selbst erfunden.

Die gut angezogene Frau von heute weiß: modische Schätze wollen gut bewacht werden. Und so erfindet die junge Dame im TV-Spot kurzerhand einen gewissen „Francesco Cappuccini“ um zu garantieren, dass sie den Titel der Fashion-Queen (mit dem schönsten Kleid im ganzen Land) noch ein Weilchen für sich alleine beanspruchen kann.

Lediglich der Zuschauer weiß am Ende worauf es bei dieser geheimnisvollen Fahion-Mission wirklich ankommt…. Nämlich auf den (altbekannten) Claim: „Gefunden auf Otto.de“. 🙂

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Supergeil auch ohne Liechtenstein? Marke Edeka präsentiert neuen TV-Spot

Freitag, 7. März 2014 | Autor:

Geht es Ihnen eigentlich auch so?

Wenn ich der Edeka-Filiale bei mir ums Eck einen Besuch abstatte, pirsche ich mich auf meinen Einkaufslisten-Streifzug  durch den Supermarkt langsam an jede Regalreihe heran, in der leicht euphorischen Hoffnung, dass mir gleich Star-Testimonial Friedrich Liechtenstein mit seiner sonoren Bass-Stimme entgegenhaucht, dass der Dorsch übrigens auch sehr, sehr geil ist.

Doch leider, leider blieb dieses Markenerlebnis bisher aus.

Um so mehr verwunderte es mich allerdings, dass auch im neuen TV-Spot der Marke Edeka weit und breit keine Spur von meinem neuen Lieblings-Marken-Flaneur zu sehen ist:

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Dabei gibt es durchaus einige Gemeinsamkeiten…

Zum Beispiel die Besetzung der Hautrolle.

Die spielt nämlich sowohl im viralen Video, als auch im aktuellen TV-Spot die Edeka-Eigenmarke:

Während die gleichnamige Produktpalette von Performancekünstler Liechtenstein noch mit dem Wort „Supergeil“ umschmeichelt wird, ist sie im TV-Auftritt Auslöser für den charmantesten Showdown, denn man wohl seit langem zwischen zwei Supermarkt-Regalen gesehen hat.

Und natürlich ist es ein bisschen schade, dass das coole Online-Testimonial mit all seiner Lässigkeit, der Gänsehaut-Stimme und den mitreißenden Dance-Moves nicht auch die TV-Bildschirme erobern wird.

Aber am Ende ist diese Entscheidung nur konsequent von der Marke Edeka.

Denn mal ehrlich: Was würde besser zur Positionierung der Marke Edeka und zum Claim „Wir lieben Lebensmittel“ passen, wenn nicht der kleine Wettkampf zwischen unseren beiden jungen Supermarkt-Besucher, welche der Mamas denn nun die leckereren Produkte in den Einkaufswagen packt.

Unser Fazit: Ein neuer TV-Spot ohne Liechtenstein – aber aus markentechnischer Sicht dennoch supergeil….

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Jan Josef Liefers und Axel Prahl in einem neuen Fall für Toyota

Freitag, 28. Februar 2014 | Autor:

Das Wort „Fall“ ist ein sehr vielseitig-einsetzbarer Begriff.

Beispielsweise steht das Wort für jenen – zumeist sehr kurzen – Moment, in dem sich eine Person spontan und vollkommen unerwartet auf direktem Weg von einer aufrecht-stehenden in eine verrenkt-liegende Position am Boden begibt. Gemeinhin auch als „Hinfallen“ oder „Sturz“ bezeichnet.

Zum anderen kann damit aber auch ein bisher noch ungeklärter Tatbestand im Bereich der Forensik gemeint sein, dessen Aufklärung Gerichtsmediziner und Kriminalkommisare in aller Regel etwas länger aufhält, als nur einen kurzen Moment.

Welcher Art „Fall“ gemeint ist, ist dabei immer abhängig vom Kontext.

Von Fall zu Fall mit Jan Josef Liefers.

Nehmen wir zum Beispiel den Schauspieler Jan Josef Liefers.

Im Kontext des sonntäglichen Primetime-Programms zwischen 20:15 und 21:45 Uhr löst er in seiner Rolle als Gerichtsmediziner Karl Friedrich Boerne einen Fall, in den Werbepausen des deutschen TV-Programms dagegen kommt er zu Fall.

Und zwar als Testimonial für die Marke Toyota:

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Eine Sache gilt allerdings sowohl für die Tatort-Filmreihe als auch für die TV-Spots: Wo ein Jan Josef Liefers zu sehen ist, ist auch ein Axel Prahl nicht weit.

Mit den beiden Tatort-Ermittlern sitzen keine unbekannte Testimonials hinterm Toyota-Lenkrad. Seit einem Jahr leihen die beiden Männer der Auto-Marke nun schon ihr Gesicht: Unter anderem haben sie auch schon den Toyota Yaris in Szene gesetzt – und zwar äußerst erfolgreich.

Im aktuellen TV-Spot sind die Rollen erneut klar verteilt: Jan Josef Liefers alias Karl Friedrich Boerne mimt den Besserwisser aber letzten Endes sitzt dann doch sein Kollege Axel Prahl bzw. Frank Thiel am längeren Hebel…

Oder besser gesagt im neuen Modell der Marke Toyota mit geprüfter 100.000 Kilometer-Pannenfreiheit.

Und neben dem charismatischen Auftritt der beiden Schauspieler kommt aber auch die Markenbotschaft nicht zu kurz: Sowohl Pulse-Running-Profi Liefers als auch Auris-Fahrer Prahl achten bei ihrer Wahl der Fortbewegungs-Methode darauf – um es in den in der eleganten Wortwahl von Herrn Liefers zu formulieren – „eine optimale Energiebilanz zu produzieren“.

Nur bringt die Wahl des Hybrid-Autos als Fortbewegungsmittel einen klaren Vorteil mit sich… – es ist eindeutig weniger anfällig für Pannen… 😉

Fazit: Wie auch die Vorgänger-Spots für den Toyota Yaris liefern die beiden Tatort-Kommissare in Kombination mit der Marke Toyota einen sehr ansprechenden TV-Spot, der zur Unterhaltung in den Werbepausen beiträgt. Und dennoch wird das Marken-Produkt durch das Tatort-Staraufgebot nicht in den Schatten gestellt. Die Hauptrolle spielen hier immer noch der Auris Hybrid und die dazugehörige Markenbotschaft… 😉

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Super-Marke. Super-Video. Super, Edeka!

Donnerstag, 27. Februar 2014 | Autor:

Der Begriff  „viral“ stammt eigentlich aus dem Bereich der Medizin und bezeichnet das (zumindest aus wissenschaftlicher Sicht) sehr beeindruckende Verhalten von Viren sich inner halb von kürzester Zeit über eine große Fläche auszubreiten.

Achtung Ansteckungsgefahr.

Wie passend dieser Ausdruck im übertragenen Sinne auch für das so genannte virale Marketing ist, zeigt sich an einem aktuellen Beispiel. Denn seit gut einer Woche zieht ein Ohrwurm seine viralen Kreise und steckt in einem rasanten Tempo sämtliche aktiven wie passiven Social Media- und sonstige Medien-Nutzer an.

Das Resultat daraus: Alle haben nur noch dieses eine Wort im Kopf…

… Supergeil!

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In Zusammenarbeit mit dem Berliner Künstler Friedrich Liechtenstein präsentiert die Einzelhandels-Kette hier einen Onlinespot, der seine Zuschauer nicht nur zum Lachen bringt, sondern es auch fast unmöglich macht das Sortiment der Edeka-Eigenmarke  nicht zu den absolut coolsten – oder besser gesagt supergeilsten – (Marken-)Produkten Deutschlands zu erklären.

Und das Fazit daraus…

Was bleibt da noch anderes zu sagen als: Super Viral-Hit. Super Marketing. Super (Eigen-)Marke.

Aller guten Dinge sind zwei…

Übrigens ist der virale Hit auch ein Beleg dafür, dass es manchmal erst beim zweiten Anlauf klappt. Der Titel „Supergeil“ wurde im Original nämlich bereits vor einem Jahr veröffentlicht und stammt eigentlich aus der Feder von „Der Tourist“.

Hm, aber mal ehrlich…

… der Edeka-Text und die zärtlichen verbalen Liebkosungen der Supermarkt-Produkte verleihen dem viralen Marken-Spot doch einen neuen, ganz eigenen selbst-ironischen Charme, oder?:-)

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Marke McFit als emotionaler Drill-Instructor

Freitag, 21. Februar 2014 | Autor:

Geht es Ihnen vielleicht auch so?

Eigentlich würde ich ja wirklich gerne ein bisschen mehr auf meine sportliche Figur achten, mich gesund ernähren und regelmäßig ins Fitness-Studio gehen statt abends immer nur faul vor dem TV zu hängen und das untrainierte Dasein einer Couch-Potatoe zu fristen.

Nur gibt es da ein Problem: Immer dann, wenn ich kurz davor bin dem Fitness-Studio ums Eck den längst überfälligen Besuch abzustatten und mich voller Elan aufs Laufbahn zu stürzen, überfällt mich – vollkommen unerwartet und aus dem Hinterhalt – der innere Schweinehund.

Ohne Rücksicht auf meinen gerade noch vorhandenen Tatendrang stürzt er sich auf meine Motivation und trampelt sie nieder… – und am Ende liege ich dann doch wieder vor dem TV.

Marke McFit fordert: „Mach dich wahr“

Der könnte sich allerdings in nächster Zeit als echte Wunderwaffe gegen den inneren Schweinehund herausstellen. Denn in den Werbepause ist derzeit ein TV-Spot der Marke McFit zu sehen, der mit viel Emotion und packenden Bildern an den sportlichen Ehrgeiz appelliert:

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„Aber jedes Mal, wenn deine Muskeln brennen, spürst du das Feuer in dir.“ – Das nenn ich mal eine Motivation. Und gleichzeitig auch noch eine so ehrliche Ansage der Fitness-Marke. Hmm… vielleicht sollte ich eines dieser McFit-Studios doch mal etwas genauer unter die Lupe nehmen. 🙂

Fazit: Ein schöner und gelungener TV-Auftritt der Marke McFit, der mit dem Kampagnen-Motto „#Machdichwahr“ vor allem einer jungen, ehrgeizigen Zielgruppe aus der Seele sprechen dürfte…

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Marke Settele und die Sache mit dem „HerrgottsBscheißerle“

Donnerstag, 20. Februar 2014 | Autor:

Erwarten Mann und Frau Nachwuchs, so haben sie in aller Regel 9 Monate lang Zeit sich darüber Gedanken zu machen, wie denn ihr Baby heißen soll.

Die methodischen Vorgehensweisen sind dabei äußerst vielseitig.

Die einen bevorzugen für ihren Sprössling einen Namen, der – zumindest bei genauem Hinhören – gleich einen Hinweis auf die regionale Herkunft liefert, wie bspw. Josef oder Malte. Andere Elternpaare entpuppen sich dagegen mit Namen wie Savannah oder Dakota als äußerst experimentierfreudig und sorgen gleich von Anfang an dafür, dass das geliebte Töchterlein bzw. Söhnchen stets mit ausreichend Gesprächsstoff versorgt ist (=> „Ach das ist ja ein interessanter Name“, etc.).

Bei Produktnamen ist das nicht viel anders…

Unternehmen haben zwar nicht ganz so viel Zeit, sich auf den Zuwachs in ihrer Produktpalette vorzubereiten. Doch auch hier finden sich einige – strategisch äußerst interessante – Ansätze um einen aussagekräftigen Produktnamen zu entwickeln…

Nehmen wir zum Beispiel den Automobilhersteller BMW. Schon bei der Entwicklung des Markennamens setzte das Unternehmen auf die Übersichtlichkeit und den leicht-eingängigen Charakter eines Akronyms und verwandelte die „Bayerischen Motoren Werke “ in – nun ja – BMW eben.

Und auch bei der Namensgebung der Produkte bleibt die Marke ihrer Linie treu: Ob sich der Verbraucher nun eher zur 1er, 3er, 5er, 7er,… -Reihe hingezogen fühlt, bleibt eine Frage des individuellen Geschmacks. Aber auf diese schlichte alphanumerische (Produkt-)Nomenklatur von BMW wird sich der Marken-Fan auch in Zukunft verlassen können.

Ein Name sagt mehr als 1000 Bilder…

Andere Marken bevorzugen eher bildhaftere Namensvarianten, wie beispielsweise der Süßwaren-Hersteller Storck. Dieser bewies unternehmerisches Geschick und kreierte gleich mal einen Produktnamen inklusive absatzfördernder Funktion: Seit 1962 heißen die wohl allseits bekannten Bonbons „nimm2“.

Wieder andere Unternehmen punkten aktuell beim Verbraucher mit einem Produktnamen, bei dem man sich erst mal vergewissern muss, ob man sich denn auch nicht verhört bzw. verlesen hat.

Herrgotts-Was…?

Seit einigen Wochen bietet Settele seinen Kunden auch eine „traditionelle Urmaultasche“ mit dem klangvollen Namen HerrgottsBscheißerle. Das entspricht zwar eigentlich nicht ganz der sprachlichen Etikette, passt aber wunderbar zur Positionierung des schwäbischen Spätzle-Spezialisten und verrät auch gleich noch was über die Herkunft der Maultasche.

Glaubt man nämlich der Legend, ist das schwäbische Gericht eine Erfindung der Mönche des Klosters Maulbronn. Diese wollten in der Fastenzeit das Fleisch vor dem lieben Herrgott verstecken und verpackten es kurzerhand in einen Teigmantel. Im Volksmund führte diese ausgefuchste Täuschungs-Taktik so zum Beinamen „HerrgottsBscheißerle“.

Fazit: Das HerrgottsBscheißerle macht nicht nur die Marke Settele sympathisch, sondern zugleich auch noch neugierig aufs Produkt… – Name gut, alles gut! 😉

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Die Zukunft des Marketings: Video- und Audiobranding

Montag, 10. Februar 2014 | Autor:

Wer heutzutage mit seinem Unternehmen Erfolg haben möchte, kann den gewaltigen Einfluss der neuen Medien nicht mehr außer Acht lassen. Vor allem das Internet hat sich über die letzten Jahre hinweg zu DEM Marketing-Werkzeug überhaupt entwickelt. Visuelle und akustische Stimulation, Schnelligkeit, niedrige Kosten, unmittelbare Zugänglichkeit sowie die starke Globalität des Mediums machen es zur neuen PR-Wunderwaffe. Videomarketing und Audio-Branding sind die Werbestrategien des neuen Zeitalters.

Per Mausklick viral

Die Schnelligkeit des Internets ist auf allen Ebenen faszinierend. Veröffentlichungen, Surfen, Sharen, Viewen und Posten geschehen fast im Zeitraffer, quasi Übernacht können Nobodys zu großen Internetstars werden und Verkäufer deutschlandweit in aller Munde sein (man siehe den ironischen Imagefilm des Obsthändlers Didi). Für Unternehmen heißt das: Auf den Zug aufspringen!

Mit gelungenen Image-oder Produktfilmen können sich kleine Unternehmen einen Bekanntheitsgrad erarbeiten und große Firmen ihr Ansehen aufrechterhalten. Teils wirklich geniale PR-Stunts sehen Sie hier bei den 10 besten viralen Branding-Videos im Internet. Die Auflistung zeigt: Wer es schafft, besonders aussagekräftige (der BMW Table Trick), beeindruckende (Federers Tennisballattacke), lustige (die Heineken Talent-Show) oder rührende (der T-Mobile Flashmob) Videos ins Netz zu stellen, kann von einer Sekunde auf die nächste viral gehen – und die Internet-Plattformen wie YouTube, Facebook oder Twitter im Sturm erobern. Die Folge: Kunden aus allen Bereichen.

Audio-Branding: Akustische Markenkommunikation

Der Schlüssel zum Erfolg ist neben der guten technischen und visuellen Aufarbeitung eines Videos vor allem die akustische Unterlegung des Materials. Hierzu zählen zwei Faktoren: Stimme und Musik. Wer kennt nicht die „da da da di da“-Töne der Telekom (die im Übrigen mit dem optischen Logo der Firma eng vernetzt sind) oder den Herzschlag von BMW? Man nennt solche „Markenzeichen“ auch Audio- oder Sound-Logos eines Unternehmens.

Das Ziel eines Sound-Logos ist es oft, das Produkt mit einer Emotion zu verknüpfen. Denn Studien haben gezeigt, dass die Informationsverarbeitung und das Gedächtnis des Menschen sehr eng mit emotionalen Faktoren zusammenhängen. Und die Stimme übermittelt auf unbewusster Ebene unsere Gefühle. Wer es also schafft, mit sensorischen Reizen die emotionale Ebene des Kunden zu erreichen, brennt das Logo in sein Gedächtnis ein und erhöht den Wiedererkennungsfaktor seiner Brand – die Grundlage für Marketing-Erfolge.

Die Strategien des Audio-Brandings basieren auf drei wichtigen Faktoren der auditiven Werbewirksamkeit:

1. Weghören kann man nicht (weggucken schon viel schneller)

2. Assoziativer Charakter unseres Gehirns – wir verknüpfen Gehörtes mit schon vorhandenen Schemata im Gehirn und integrieren es so unbewusst in unser System

3. Multisensorische Kultur: In der heutigen Mediengesellschaft entfaltet erst die Verbindung mehrerer sensorischer Reize (so etwa visuell mit akustisch) die volle Wirkungskraft

Wer spricht für meine Marke?

Um diese Punkte in sein Marketing-Programm integrieren zu können, sollte zunächst ein geeigneter Sprecher ausgewählt werden. Dafür bieten große Synchronsprecherdateien wie SprecherSprecher Textproben bekannter Sprecher und Newcomer an. Der Vorteil: In einem bedachten Prozess kann man sich hier langsam an die Stimme zu seiner Marke herantasten. In anschließenden Castings – die auch von diesen Firmen organisiert werden – wird dann der Sprecher ausgewählt, der am meisten in Erinnerung geblieben ist. Musikalische Unterlegungen können die Ganzheitlichkeit des Marketing-Konzepts abrunden.

Zusammengefasst: Videomarketing und Audio-Branding sind als Ergänzung zum Corporate Design die Zukunft der Markenkommunikation. Am Beispiel erfolgreicher Brand-Videos können auch kleinere Marken die multisensorischen und finanziellen Vorteile des Internets ausnutzen und ihr Gesicht sowie ihre Botschaft in die Welt hinaustragen.

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Weihnachtswerbung – gefunden auf Otto.de

Samstag, 30. November 2013 | Autor:

Früher war alles besser.

Sogar Weihachten.

Wie schön war es doch, wenn man in jungen, unbekümmerten Jahren am Morgen des 24. Dezember aufwachte und die einzigen Sorgen, die man hatte, waren nicht etwa „Wo bekomm jetzt noch so kurzfristig ein Geschenk für Tante Grete her?“ und „Ob es Onkel Horst wohl merken wird, dass der Gourmet-Wein, den ich ihm dieses Jahr gönnerhaft überreiche, eigentlich von der Tankstelle ums Eck stammt?“.

Nein.

In Kindertagen musste man sich mit ganz anderen rätselhaften Weihnachts-Fragen beschäftigen, wie bspw. „Bringt der Weihnachtsmann meine neue Modelleisenbahn mit automatischen Bahnübergang und Stellpult auch wirklich in seinem Schlitten unter“ oder „Ist die ganze Schlitten-Transportmittel-Geschichte mittlerweile nicht eh total out und der Weihnachtsmann ist schon auf motorisierten Schlitten mit ein paar mehr PS als nur 9 Rentiereinheiten umgestiegen?“.

Und wenn man sich dann grübelnd und voller Hoffnung stundenlang auf die Lauer legte, um vielleicht doch einen Blick auf den Weihnachtsmann zu erhaschen, wie er gerade die Geschenk unter dem Baum drapiert oder mit seinem Gefährt zur Landung auf dem Hausdach ansetzt, dann war sie noch in Ordnung – die schöne, magische Welt der großen und kleinen Weihnachtswunder.

Eine Sache muss ich an dieser Stelle allerdings auch eingestehen: Um das Geheimnis Weihnachten zu lüften hatte ich früher nie eine strategisch so ausgeklügelte Vorgehensweise wie der kleine Junge aus der Otto-Weihnachts-Werbung…

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Seit März 2013 mischt die Modemarke OTTO die Werbepausen im TV gehörig auf. Die kurzen Spot-Geschichten lassen den Zuschauer jedes Mal irgendwo zwischen Verwirrung und Faszination zurück und weisen ihn immer wieder darauf hin, dass die einzige Antwort, die im Mode- und Shopping-Leben wirklich zählt, die folgende ist: „Gefunden auf Otto.de“.

Zugegebenermaßen ist die Weihnachts-Edition der Otto-Kampagne noch relativ harmlos, was den Grad der Absurdität anbelangt. Dafür punktet der Spot aber mit einer gewaltigen Portion an Emotionen, Weihnachts-Nostalgie und dem gewissen „Ach Gott, ist das süß“-Faktor. Sich dagegen zu wehren ist eigentlich zwecklos.

Fazit: Ein schöner Weihnachtsspot der Marke OTTO, der dieses Mal zwar nicht die Jagd nach Fashion in den Vordergrund stellt, aber ihre Kunde auf eine eben so zauberhafte Weise und mit einem Hauch von Mystik zu einem Shopping- bzw. Marken-Erlebnis auf Otto.de einlädt…

Ach ja, der Kampagnen-Claim „Gefunden auf OTTO.de“ darf natürlich auch in der vorweihnachtlichen TV-Werbung nicht fehlen – auch wenn den dieses Mal nur der Zuschauer zugeflüstert bekommt. Denn der kleinen Junge soll ja noch ein paar Jährchen was haben von der magischen Weihnachts-Wunder-Welt… 🙂

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Google Nexus und der Kampf gegen das Lampenfieber

Freitag, 29. November 2013 | Autor:

Das Herz flattert im Takt mit den Stimmbändern, die Knie werden weich und von den Achseln bis zur Taille breitet sich langsam ein gefühlt riesengroßer Schweißfleck aus.

…Körperliche Phänomene, die Ihnen nur allzu gut vertraut sein dürfen. Denn dem berüchtigten Lampenfieber entkommt so schnell keiner! Als Überbleibsel der Evolution lauert es immer dann auf uns, wenn wir vor den Säbelzahntigern unserer Zeit stehen: Vorstellungsgesprächen, Bühnenauftritten und (wissenschaftlichen) Vorträgen.

Nun spielt das allseits gefürchtete Lampenfieber auch eine Paraderolle im deutschen Werbe-Fernsehen.

In der aktuellen Kampagne der Marke Google begleiten wir einen kleinen Jungen, der sich zum ersten Mal seiner größten Angst in Form eines Referats vor der ganzen Schulklasse stellen muss.

Und ganz nebenbei lernt der aufmerksame Zuschauer dabei auch noch eine ganz neue Methode kennen, wie Lampenfieber erfolgreich bekämpft werden kann: nämlich mit dem neuem Google Tablet Nexus 7.

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Fazit:

In diesem TV-Spot setzt die Marke Google nicht nur auf klangvolle Zitate von Erich Kästner und Johann Wolfgang von Goethe, sondern auch auf jede Menge Emotionen. Der Zuschauer fühlt mit, wenn der kleine Held aus Angst vor einer Blamage nur schwer einschlafen kann und schließlich nach erfolgreichem Vortrag sogar mit einem Lächeln seines heimlichen Schwarms belohnt wird.

Aber nicht nur das!

In dem Auftritt steckt neben einem schön anzusehenden TV-Spot auch ein Beispiel für erfolgreiche Markendehnung. Denn die Marke Google steht längst nicht mehr nur für einen Suchmaschinendienst, sondern stellt mit Kampagnen wie dieser vor allem seine Endgeräte  in den Fokus.

Wir dürfen also gespannt sein, wie sich die Marke Google in Zukunft weiterentwickelt… Zumal nach diesem TV-Spot ja auch noch eine wichtige Frage offen bleibt: Hilft denn das Google Nexus tatsächlich auch beim Lampenfieber vor dem ersten Date? 🙂

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