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Techniker Krankenkasse betont das „Wireinander“

Mittwoch, 19. November 2014 | Autor:

Gesetzliche Krankenkassen lösen in der Regel ganz bestimmte Emotionen in uns aus: Ärger & Frust …  Denn mal unter uns: Wen haben die scheinbar  viel zu hohen Beiträge oder die Informationsvielfalt der verschiedenen Hotline-Mitarbeiter noch nicht dazu verleitet, diese Gefühle mal so richtig auszuleben.

In eine ganz andere Gefühlswelt entführt uns dagegen die aktuelle Kampagne der Techniker Krankenkasse.

„Den eigenen Weg gemeinsam gehen…“

Unter dem Motto „Den eigenen Weg gemeinsam gehen“ stellt die Marke uns verschiedene TK-Versicherte und deren bewegende Schicksale vor.

Sei es Robert, der aufgrund der Diagnose Gehirntumor seine Basketball-Karriere aufgeben musste…

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… oder Nina, die ihre Depression meisterte, in dem sie beruflich neue Wege einschlug…

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… alle Geschichten bzw. TV-Spots stellen den neu entdeckten Lebensmut der Testimonials in den Fokus.

Die TV-Spots sollen dabei übrigens vor allem neugierig machen. Denn um eine jüngere Zielgruppe erreichen, setzt die Techniker Krankenkasse verstärkt auf das Medium Online.  Unter der dazugehörigen Landingpage Wegbegleiter.tk.de finden die Fans der Versichertenmarke die Langversionen der Geschichten.

Unser Fazit: Statt auf die oft gehörte Floskel „Wir sind für Sie da“ setzt die Techniker Krankenkasse auf  „Wireinander“. Eine authentische und gelungene Kampagne, um sich erfolgreich als Wegbegleiter zu positionieren…

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Auf zu neuen Höhen: Google-Manager bricht Baumgartner-Rekord

Montag, 3. November 2014 | Autor:

Wissen Sie noch, was Sie am 13.10.2012 gegen 20:06 Uhr getan haben? Nicht?

Vielleicht hilft ein kleiner Hinweis Ihrem Gedächtnis ja etwas auf die Sprünge?

Oder besser gesagt auf den Sprung. 

Das war nämlich in etwa der Zeitpunkt an dem der österreichische Extremsportler Felix Baumgartner den Absprung gewagt hat:

Für einen Fallschirmsprung. Aus der Stratosphäre. In einer Höhe von ca. 39 Kilometern.

Nun dieser Weltrekord, der Millionen von Zuschauern auf der ganzen Welt für mindestens 4 Minuten und 19 Sekunden gebannt, mit leicht flauem Magen und dem Ansatz einer Gänsehaut auf den Bildschirm starren lies, wurde jetzt getoppt.

Still und heimlich.

Ohne Vorankündigung.

Von einem Mann namens Alan Eustace. Der Computerwissenschaftler und Google-Manager aus Kalifornien startete seinen Fallschirmsprung aus einer Höhe von 41,42 km und übertrumpfte damit nicht nur Felix Baumgartner im höchsten Fallschirmsprung, sondern stellte ganz nebenbei auch noch zwei eigene Rekorde auf: Für den längsten freien Fall mit einem Bremsschirm sowie für die höchste Fallgeschwindigkeit.

Der 57-Jährige entschied sich dabei bewusst für ein persönliches Extremsport-Ereignis ohne großen Marketing-Aufwand und finanzierte den Weltrekord aus eigener Tasche.

Statt einer Live-Übertragung gibt es daher auch nur ein nachträglich veröffentlichtes (aber auf keinen Fall weniger beeindruckendes) Online-Video:

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Zum Vergleich…

Hier noch einmal der Stratosphären-Sprung von Herrn Baumgartner:

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Unabhängig von beiden großartigen sportlichen Leistungen, lässt der jüngste, ungesponserte Weltrekord von Herrn Eustace aber auch etwas anderes erkennen:

Weltrekord-verdächtig war auch die breit angelegte Marketingkampagne, welche Sponsor-Marke Red Bull rund um den Stratosphären-Sprung von Felix Baumgartner veranstaltet hat: Durch gezieltes Storytelling und Inszenierung des Events haben wir alle – ob nun überzeugter Red Bull-Fan oder nicht – emotional mitgefiebert.

Und als der damals 43-Jährige nach geglückter Landung schließlich am Boden kniete und die Fäuste gen Himmel reckte, hat sich dieses Bild in Köpfe der Zielgruppe eingebrannt.

… und mit ihm das Marken-Logo. 

Denn das markentechnische Sahnehäubchen dieser emotionalen Situation bildet sozusagen das Red Bull-Logo, das auf dem Anzug von Baumgartner effizient in Szene gesetzt wurde.

Und letztendlich ist es für diese Bilder auch vollkommen unerheblich, ob Baumgartner tatsächlich aktueller Weltrekordhalter ist.

Oder eben nicht.

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Marke Honda lässt Indie-Band „OK Go“ für sich tanzen

Sonntag, 2. November 2014 | Autor:

In den Diskussionen um zukünftige Formen des Marketings, fällt immer wieder ein Begriff: Native Advertising.

Hinter der „Werbung im bekannten Umfeld“ verbirgt sich eine Vermarktungsstrategie, die versucht durch interessante Online-Angebote die Zielgruppe in überzeugte Marken-Fans zu verwandeln.

Und das ohne dabei wie lästige Werbung zu wirken.

Was in der Theorie erst mal etwas vage klingt, kann in der  Praxis akustisch und visuell äußerst ansprechend umgesetzt werden.

Ein aktuelles Beispiel… 

Die Automarke Honda lässt beispielsweise die amerikanische Indie-Rock-Band OK Go für sich tanzen:

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Dass die Wahl auf diese Band fiel ist kein Zufall: Die vier Jungs sind seit ihrem Tanzdebüt für das 2004 erschienene Musikvideo zu „A Million Ways“ als Choreografie-Künstler bekannt.

Und wo bleibt nun die Marke?

Im aktuellen Musikvideos mischt sich nun unter die rhythmische Körperbeherrschung der Bandmitglieder ein Gefährt, das an einen aufgepimpten Bürohocker bzw. an die irgendwie coolere Version eines Segways erinnert.

Tatsächlich ist es allerdings der „Uni Cub β“ der Marke Honda. Als gelungene Einführung setzt der Automobilhersteller das neue Produkt zur mitreißenden Melodie von „I Won’t Let You Down“ für die Zielgruppe attraktiv in Szene setzt.

Eine Strategie, die mehr als aufzugehen scheint. Denn nach nur einem Tag hat die Symbiose aus Werbe- und Musikvideo bereits über 2,3 Millionen Views.

Das soll ein klassischer Werbespot erst einmal nachmachen… 😉

Ach ja, für alle die noch an der Glanzleistung von OK Go zweifeln:

Der Gesamtauftritt von OK Go ist so beeindruckend, dass er in seiner Perfektion fast schon animiert wirkt. Tatsächlich wurde das choreografische Kunstwerk allerdings mit einer Kamera-Drohne aus ca. 800 Metern Höhe gefilmt…

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Marke Lufthansa bittet zur „Faultierchallenge“

Donnerstag, 5. Juni 2014 | Autor:

Na, sind Sie nicht auf scharf darauf noch ein allerletztes Ticket für die WM in Brasilien zu ergattern?

Dann hängt Ihr Glück jetzt von zwei Dingen ab: Ihrer Geduld und Faultierweibchen Osca aus Rostock.

Vor einigen Tagen haben wir an dieser Stelle bereits vom aktuellen Markenerlebnis der Lufthansa berichtet. Unter dem Motto ‚Aus Lufthansa wird Fanhansa‘ verlost die deutsche Fluggesellschaft  WM-Tickets unter allen fußballbegeisterten Passagieren.

Ein einziges ist noch übrig.

Und das soll natürlich nur an einen Fan geben, der dafür auch alles opfern würde.

Oder zumindest vieles.

Ok. Um genau zu sein seine wertvolle Zeit.

Denn der Gewinncode, der zur begehrten Eintrittskarte führt, ist in einer Box angebracht in der sich derzeit noch Faultierweibchen Osca von ihrem anstrengenden Lebensalltag ausruht.

Sobald die werte Dame die Sicht auf die 13-stellige Nummer freigegeben hat, kann die gewinnbringende Nummer im Stream-Fenster auf der Aktionsseite www.lh.com/fanhansa eingetippt werden.

Wer allerdings damals im Biologie-Unterricht aufgepasst hat, der weiß vielleicht noch, dass sich Faultiere laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaange ausruhen können: Zwischen 15 und 20 Stunden verschlafen die entspannten Wesen täglich.  Ach ja, und die Höchstgeschwindigkeit der Tierchen beträgt übrigens 4 bis 5 Meter/Minute.

Los geht die Aktion morgen um 16 Uhr. Allen Teilnehmern der Aktion wünschen wir schon mal viel Glück und ein geduldiges Abhängen vor dem Livestream.

Und was die Marke Lufthansa anbelangt?

Als Experten für das Thema Markenentwicklung ziehen wir vor dieser gelungenen Marketing-Aktion den Hut: Die Fluggesellschaft hat mit der ‚Fanhansa‘ ein aufmerksamkeitstarkes Markenerlebnis geschaffen, dass der Marke sicherlich eine Menge Sympathiepunkte einbringt. Und das nicht nur von Faultier-Fans. 🙂

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Super-Marke. Super-Video. Super, Edeka!

Donnerstag, 27. Februar 2014 | Autor:

Der Begriff  „viral“ stammt eigentlich aus dem Bereich der Medizin und bezeichnet das (zumindest aus wissenschaftlicher Sicht) sehr beeindruckende Verhalten von Viren sich inner halb von kürzester Zeit über eine große Fläche auszubreiten.

Achtung Ansteckungsgefahr.

Wie passend dieser Ausdruck im übertragenen Sinne auch für das so genannte virale Marketing ist, zeigt sich an einem aktuellen Beispiel. Denn seit gut einer Woche zieht ein Ohrwurm seine viralen Kreise und steckt in einem rasanten Tempo sämtliche aktiven wie passiven Social Media- und sonstige Medien-Nutzer an.

Das Resultat daraus: Alle haben nur noch dieses eine Wort im Kopf…

… Supergeil!

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In Zusammenarbeit mit dem Berliner Künstler Friedrich Liechtenstein präsentiert die Einzelhandels-Kette hier einen Onlinespot, der seine Zuschauer nicht nur zum Lachen bringt, sondern es auch fast unmöglich macht das Sortiment der Edeka-Eigenmarke  nicht zu den absolut coolsten – oder besser gesagt supergeilsten – (Marken-)Produkten Deutschlands zu erklären.

Und das Fazit daraus…

Was bleibt da noch anderes zu sagen als: Super Viral-Hit. Super Marketing. Super (Eigen-)Marke.

Aller guten Dinge sind zwei…

Übrigens ist der virale Hit auch ein Beleg dafür, dass es manchmal erst beim zweiten Anlauf klappt. Der Titel „Supergeil“ wurde im Original nämlich bereits vor einem Jahr veröffentlicht und stammt eigentlich aus der Feder von „Der Tourist“.

Hm, aber mal ehrlich…

… der Edeka-Text und die zärtlichen verbalen Liebkosungen der Supermarkt-Produkte verleihen dem viralen Marken-Spot doch einen neuen, ganz eigenen selbst-ironischen Charme, oder?:-)

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Weihnachtswerbung – gefunden auf Otto.de

Samstag, 30. November 2013 | Autor:

Früher war alles besser.

Sogar Weihachten.

Wie schön war es doch, wenn man in jungen, unbekümmerten Jahren am Morgen des 24. Dezember aufwachte und die einzigen Sorgen, die man hatte, waren nicht etwa „Wo bekomm jetzt noch so kurzfristig ein Geschenk für Tante Grete her?“ und „Ob es Onkel Horst wohl merken wird, dass der Gourmet-Wein, den ich ihm dieses Jahr gönnerhaft überreiche, eigentlich von der Tankstelle ums Eck stammt?“.

Nein.

In Kindertagen musste man sich mit ganz anderen rätselhaften Weihnachts-Fragen beschäftigen, wie bspw. „Bringt der Weihnachtsmann meine neue Modelleisenbahn mit automatischen Bahnübergang und Stellpult auch wirklich in seinem Schlitten unter“ oder „Ist die ganze Schlitten-Transportmittel-Geschichte mittlerweile nicht eh total out und der Weihnachtsmann ist schon auf motorisierten Schlitten mit ein paar mehr PS als nur 9 Rentiereinheiten umgestiegen?“.

Und wenn man sich dann grübelnd und voller Hoffnung stundenlang auf die Lauer legte, um vielleicht doch einen Blick auf den Weihnachtsmann zu erhaschen, wie er gerade die Geschenk unter dem Baum drapiert oder mit seinem Gefährt zur Landung auf dem Hausdach ansetzt, dann war sie noch in Ordnung – die schöne, magische Welt der großen und kleinen Weihnachtswunder.

Eine Sache muss ich an dieser Stelle allerdings auch eingestehen: Um das Geheimnis Weihnachten zu lüften hatte ich früher nie eine strategisch so ausgeklügelte Vorgehensweise wie der kleine Junge aus der Otto-Weihnachts-Werbung…

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Seit März 2013 mischt die Modemarke OTTO die Werbepausen im TV gehörig auf. Die kurzen Spot-Geschichten lassen den Zuschauer jedes Mal irgendwo zwischen Verwirrung und Faszination zurück und weisen ihn immer wieder darauf hin, dass die einzige Antwort, die im Mode- und Shopping-Leben wirklich zählt, die folgende ist: „Gefunden auf Otto.de“.

Zugegebenermaßen ist die Weihnachts-Edition der Otto-Kampagne noch relativ harmlos, was den Grad der Absurdität anbelangt. Dafür punktet der Spot aber mit einer gewaltigen Portion an Emotionen, Weihnachts-Nostalgie und dem gewissen „Ach Gott, ist das süß“-Faktor. Sich dagegen zu wehren ist eigentlich zwecklos.

Fazit: Ein schöner Weihnachtsspot der Marke OTTO, der dieses Mal zwar nicht die Jagd nach Fashion in den Vordergrund stellt, aber ihre Kunde auf eine eben so zauberhafte Weise und mit einem Hauch von Mystik zu einem Shopping- bzw. Marken-Erlebnis auf Otto.de einlädt…

Ach ja, der Kampagnen-Claim „Gefunden auf OTTO.de“ darf natürlich auch in der vorweihnachtlichen TV-Werbung nicht fehlen – auch wenn den dieses Mal nur der Zuschauer zugeflüstert bekommt. Denn der kleinen Junge soll ja noch ein paar Jährchen was haben von der magischen Weihnachts-Wunder-Welt… 🙂

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Das Aus für die Marke Media Markt?

Mittwoch, 2. Oktober 2013 | Autor:

Haben Sie es auch schon gehört?

Mit Media-Markt ist Schluss. Aus und vorbei. Ein für allemal.

Nach „20 Prozent auf alles außer Tiernahrung“-Baumarktkette Praktiker erwischt es nun also auch den „Ich bin doch nicht blöd“-Technik-Riesen Media Markt, könnte man sich denken. Die scheinbar allgegenwärtige Krise macht eben vor keiner Marke Halt.

Oder aber man könnte sich als aufmerksamer Marken-Kenner denken: „Da steckt doch sicher eine ausgefuchste Marketing-Aktion dahinter!“

Falls Sie sich zu letztgenannter Denker-Gruppe zählen, haben Sie es sich an dieser Stelle wirklich redlich verdient, sich selbst drei mal auf die  linke Schulter zu klopfen und sich zu Ihrem ausgezeichneten Markenstrategie-Riecher zu beglückwünschen.

Zwar hat die Technik-Marke tatsächlich ihre Türen geschlossen, aber eben nur für einen Zeitraum von 48 Stunden am 2. und 3. Oktober.

Das ist eben der feine Unterschied zwischen Inventur und Insolvenz: Wie man am Beispiel Media Markt sieht, lässt sich ersteres hervorragend für eine aufmerksamkeitsstarke Werbe-Kampagne inszenieren.

Media Markt – Ich bin doch nicht blöd?  

Ganze 6 Tage lang hat die Technik-Marke die Werbetrommel gerührt und in alt-bekannt großspurigen Media Markt-Tönen das eigene Aus verkündet.

Nicht wenige TV-Spot-Zuschauer haben hinter der Kampagnen-Botschaft „Schluss! Aus! Ende!“ tatsächlich eher einen ziemlich unerwarteten Fall von Insolvenz vermutet, als eine aggressive Marketing-Aktion.

Da stellt sich doch die Frage:

Schadet es letztendlich nicht eher dem Markenimage, wenn man so aggressiv das eigene unternehmerische Ende kommuniziert?

Hm, im Falle von Media Markt passt so eine Aktion doch eher wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Der fleißige TV-Spot und Print-Plakat-Konsument kennt den Technik-Riesen nur als vorlaute, freche Marke, die nicht immer ganz so ernst zu nehmen ist.

Was würde da also besser passen, als der Zielgruppe auch mal das eigene Aus vorzugaukeln…

Im übrigen gilt auch im Falle von Media Markt die Devise: Nach der Kampagne ist vor der Kampagne. Denn seit einigen Tagen verkündet die Marke nicht weniger lautstark als das angebliche „Schluss! Aus! Ende!“, die „Größte Eröffnung des Jahres“…

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Müllermilch – die Marke mit dem „Muuh“

Donnerstag, 1. August 2013 | Autor:

Werbung ist ja nun nicht gerade dafür bekannt, dass sie die Realität wahrheitsgemäß abbildet. Ganz im Gegenteil!

Die Menschen, die uns in den Werbepausen anstrahlen sind irgendwie immer ein bisschen schöner und glücklicher als es im ’normalen‘ Leben überhaupt möglich zu sein scheint, die Kühe sind lila und ein Mann muss nur das richtige Deodorant benutzen um die Frauen reihenweise um den Verstand zu bringen.

Nicht zu vergessen natürlich die Milchprodukte der Marke Müller die ein lautes „Muuh“ von sich geben, wenn man sie heimlich aus dem Kühlschrank mopst.

Oder halt! Dieses Werbephänomen gibt es ja seit neuestem auch in der Wirklichkeit:

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Dabei gibts bei den Müllermilch-Produkten den ’special effect‘ gleich in zweifacher Ausführung – sowohl in akustischer als auch in finanzieller Hinsicht. Für strahlende Augen dürfte das Milchgetränk nämlich nicht nur dank des ungewohnten Klangerlebnisses beim Öffnen der Flasche sorgen, sondern auch dank des plötzlich ansteigenden Kontostands: 50.000 Euro bringt die muhende Produktverdackung dem Müllermilch-Marken-Fan ein!

Allerdings muss man auch sehr viel Glück haben, um einem der begehrten „Muuhs“ in freier Wildbahn über den Weg zu laufen: die Molkerei Alois Müller hat nämlich gerade einmal drei Müllermilch-Exemplare mit dem gewinn- und geldbringenden Sound-Effekt präpariert.

„Muuh“ als Markenzeichen

Alles in allem liefert die Marke Müllermilch mit der Kampagne „Finde das Muuh“ eine rundum gelungene Werbeaktion. Die muhende Milch-Flasche ist dem Zuschauer schon aus früheren TV-Spots bekannt und wird hier auf sehr gelungene Art und Weise als Markenzeichen inszeniert. Alle Müllermilch-Fans haben in den nächsten Wochen also gleich einen Grund mehr, sich ihr Lieblingsgetränk aus dem Kühlregal zu schnappen…

Muuh ist das neue Ooohm

Kleiner Tipp: Glaubt man dem TV-Spot scheinen vor allem esoterische Anbetungs- und Beschwörungsrituale beim Aufstöbern der magischen Muuh-Flaschen zu helfen. Also schnappen Sie sich am besten heute noch ihre Lieblingssorte Müllermilch, atmen Sie tief in den Bauch, finden Sie Ihre meditative Mitte und machen Sie drei Mal laut „Muuuuuuh“. 😉

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Der Hornbach-Hammer

Donnerstag, 18. Juli 2013 | Autor:

Achtung, Achtung liebe Leser!

Bitte nehmen Sie für einen kurzen Moment ihre Erwartungs-Haltung ein: Bringen Sie sich in eine angespannte und leicht nach vorn gebeugte Position, vergessen Sie alles andere um sich herum und formen Sie mit den Lippen ein erstauntes „Oooh!“.

Denn es gibt spektakuläre Neuigkeiten:

Seit Anfang dieser Woche können Sie in den Filialen der Baumarkt-Kette Hornbach einen Hammer erwerben.

Wie ich höre keine lauten Jubelschreie?

Hm, vielleicht sollte ich noch dazusagen, dass es sich bei diesem Produktangebot nicht um einen beliebigen Hammer handelt. – Sondern um den Hornbach Hammer…- ein Prachtstück von Werkzeug aus echtem Panzerstahl!

Bereits im Vorfeld wurde dieser Hammer – vor allem über die Facebook-Fanpage der Marke – als Kultobjekt inszeniert. Eine Woche vor offiziellem Verkaufsstart hatten beispielsweise 150 Fans der Marke die Gelegenheit in den exklusiven Kreis der Hornbach-Hammer-Halter aufgenommen zu werden. Gerade einmal 20 Minuten dauerte es und das Vorverkaufs-Hammer-Kontingent war vergriffen.

Und natürlich braucht so ein Kult-Werkzeug auch einen eigenen Image-Film:

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Der Film zeigt die Entstehungsgeschichte des Hornbach-Hammers und offenbart allen Baumarkt-Besuchern, dass wenn auf einem Hornbach-Produkt Panzerstahl drauf steht, auch Panzerstahl drin ist.

In seinem früheren Leben war jeder Hammer nämlich ein Teil eines BMP-1 – eines tschechischen Schützenpanzers, der stolze sieben Meter lang ist und durchaus beeindruckende 13,5 Tonnen auf die Waage bringt.

Und was macht man als Baumarkt-Marke mit so einem riesen Ungetüm? Ganz klar: Man schmilzt es ein und verarbeitet es zu stahlhartem Panzer-Werkzeug weiter.

Der dazugehörige Kampagnen-Claim lautet: „Ein Hammer, wie er nur von Hornbach kommen kann. Der HORNBACH HAMMER.“

Ein Hammer als Marketing-Werkzeug

Mit dieser Hammer-Aktion hat Hornbach gleichzeitig die Sommer-Kampagnen-Saison eingeläutet. Denn das gute Stück ist nicht nur in den Filialen des Baumarktes zu erwerben – natürlich nur so lange der Vorrat reicht – sondern wird in den kommenden Wochen auch die Hauptrolle in sämtlichen Werbekampagnen der Marke spielen.

Lassen Sie uns also noch mal zusammenfassen: Die Marke Hornbach hat ein neues Produkt der Marke Eigenbau auf den Markt gebracht, das mit einer breit angelegten Online-, TV, PoS- und sämtlichen sonst noch denkbaren Formen der Marketingkampagne verknüpft und so ganz nebenbei den Marken-Claim „Es gibt immer was zu tun.“ perfekt in Szene gesetzt. Das ist einfach nur – und es tut mir Leid, dass ich Ihnen an dieser Stelle dieses doch etwas offensichtliche Wortspiel nicht ersparen kann  – der Hammer. 😉

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„Doosh“ – Unter der Dusche mit Stefan Raab & Lena

Donnerstag, 13. Juni 2013 | Autor:

In vielen deutschen Haushalten findet sich ein technisches Gerät, das Männer wie Frauen, tagaus, tagein das Leben vollkommen unnötig erschwert: Der Duschkopf!

Ein äußerst heimtückischer Gegenstand: Er zwingt Frauen dazu mit aufwendigen Hochsteckfrisuren in die Dusche zu steigen um ungewollte nasse Haare zu vermeiden und für breite Männerschultern ist das Ausmaß seines durchschnittlichen  Wasserstrahls sowieso gänzlich ungeeignet.

Doch Gott sei Dank gibt es in Deutschland einen Helden.

Einen Helden, der mit Küchengeräten den Rodelsport revolutioniert hat. Der dafür gesorgt hat, dass  der Eurovision Song Contest auch aus deutscher Sicht wieder ein Grund zur Freude ist und der dafür sorgen will, dass sich Meinung auch für die privaten Sender wieder lohnt.

Stefan Raab will aber nicht nur die Medienlandschaft verändern, sondern auch die Einrichtung der Badezimmer neu erfinden.

In seinem neuesten Machwerk zeigt sich Stefan Raab nun erfinderisch. Seit Anfang dieser Woche gibt es „Doosh“. Ein Duschkopf der in seinem Design stark an einen Bumerang erinnert.

Eben jene außergewöhnliche Form ist zugleich auch die USP des neuen Raab-Produktes: die prägnante Form macht den Duschkopf nicht nur zu einem auffälligen Designerstück, sondern erlaubt es Frauen ohne Angst vor nassen Haaren zu duschen und Männern endlich mehr Duschdüsen in einer Reihe zu genießen.

Aus „Unser Star für Oslo“ wird „Sein Star für Doosh“

Und um das neue Produkt bekannt zu machen setzt das Moderatoren-Multitalent auf virales Marketing. Und wer würden sich besser als Testomial für Raabs Brausekopf eignen, wenn nicht seine große Entdeckung und Star für Oslo, Lena Meyer-Landrut:

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Das von Raab entdeckte Talent singt zwar im Web-Video nicht, aber ihr Auftritt dürfte beim Publikum trotzdem gut ankommen. Eines ist nach dem Video auf jeden Fall klar: Lena mag es rockig unter der Dusche. 😉

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