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Assauers Schläge – für Veltins OK

Dienstag, 9. Juni 2009 | Autor:

Die Handgreiflichkeiten von Rudi Assauer an seine Ex-Liebe Simone Thomalla haben wohl für auf den Veltins Werbevertrag und die Zusammenarbeit keinen Einfluß. So soll es der Marketindirektor Herbert Sollich der Horizont.net mitgeteilt haben.
Eine gewiss nicht einfache Entscheidung. Denn natürlich ist das Image angeknackst und natürlich muß sich Veltins mit dem Image eines „frauenschlagenden“ Testimonials auseinander setzen und jetzt wohl auch zufrieden geben. Der Spot ist lange abgedreht, xmal gesendet worden, der USA-Star Bruce Willis ist involviert, die TV-Spots gewiss für einige Zeit gebucht. So einfach ist das nicht storniert und neu gedreht. Aber zum Glück gibt es gerade eine Sommerpause.
Hinzu kommt, dass Thomalla ihrem Rudi wohl verzeiht – zumindest liest man das On- und Offline. Und darum gehts! Was sagt das „geschlagene“ Opfer? Und was verbreiten die Medien? Und somit „Was denkt die Bevölkerung“. Denn solange es für Frau Thomalla OK ist, warum sollte es für Veltins nicht auch OK sein?
Naja, was Simone privat mit Rudi vereinbart und wie sie zu diesem Vorfall steht, ist tatsächlich Privatsache. Doch eigentlich auch wieder nicht, denn bei Prominenten diesen Formates ist es eben doch nicht ganz Privatsache. Immer stehen solche Taten „Pate“ für all´ die vielen ungesehenen und unkommentierten Fälle aus der „normalen“ Bevölkerung.
Das Dumme daran ist eben einfach – wenn das alles „OK“ für eine große Marke ist, wenn das tatsächlich offiziell „OK“ für Simone Thomalla ist….dann bitte schön, kann das doch auch „OK“ für uns alle sein, oder?
Also los…..werdet handgreiflich, wenn es euch paßt! Ist schon OK!

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Webfähige TV-Geräte, Chance oder Risiko für die Werbebranche?

Sonntag, 1. März 2009 | Autor:

Schon mein kleiner Bruder (von Geburt an Computerfreak und Internetverliebter) sagte mir bereits vor 10 Jahren, dass wir bald „alles-in-einem-Gerät“ haben werden. Unsere Mutter freute sich, versprach er doch auch, dass das Gerät bald kochen kann.

Das mit dem Kochen wird noch dauern, dass wir aber noch dieses Jahr über EINEN EINZIGEN Screen TV glotzen UND bloggen, surfen, chatten und shoppen können, wird immer wahrscheinlicher.

Philips präsentierte im Februar sein erstes Gerät (soll bereits im Frühjahr verfügbar sein). Über den Dienst Net TV ist es dann möglich, bestimmte Internetangebote auf den TV-Bildschirm zu holen – einfach mit der Fernbedienung und ohne Zusatz-Box, nur ein DSL-Zugang wird benötigt. Auch Samsung liefert ab Frühjahr seine neue Linie „internet@tv“. Wir dürfen gespannt sein.

Endlich brauche ich nicht mehr den Laptop auf meinen Schenkeln ablegen. Sondern kann bereits, während ich von der einen langweiligen Serie zur anderen zappe, parallel mit Freunden chatten und mal eben das Vogelhäuschen auf Amazon bestellen.

Endlich brauche ich in der Werbepause nicht umschalten oder aufs Klo gehen. Hurra.

Apropos! Wie werden sich die Werber verhalten? Welche neuen Werbeformate werden sich ergeben? Wie wird in Zukunft „TV-Werbung“ aussehen? Immer noch so schön langweilig? Oder werden mehr und mehr unterhaltende Werbeblöcke zu sehen sein?

Oder werden es gar die TV-Geräte Anbieter übernehmen und ihre Geräte so programmieren, dass man an bestimmten Flächen Anzeigen „postet“, die dann wie von Geisterhand gesteuert, genau auf meine Bedürfnisse passen? Welche Rolle wird Google im Web-TV spielen?

Es bleibt spannend.

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Xing heißt jetzt Crossing

Freitag, 6. Februar 2009 | Autor:

Ein schönes Beispiel für Virales Marketing (VM). Die Social Network Community Xing.com hat sich weltweit Ihren Namen „XING“ schützen lassen, wie sich das für ein multinationals Unternehmen gehört.

xingIn den USA kam dann dieser „Bericht“ in die Medien (siehe unten).

Zur Erläuterung: In Amerika wird der Begriff Xing als Abkürzung für Crossing (das X soll dabei die Kreuzung andeuten) als Strassenschild verwendet. Die „Reportage“ behauptet nun, dass Millionen amerikanischer Steuergelder aufgewendet werden müssen, um überall die Schilder und Strassenmarkierungen zu ändern, weil ein europäisches Unternehmen den Namen Xing auch in den USA gesetzlich geschütz habe. Der Bericht des TV-Senders ist sehr gut gemacht, nichts deutet direkt auf ein Fake hin (außer das es natürlich rechtlich Quatsch ist).

So ist Xing in den Medien, alle hatten seinen Spaß und – kompliment – es hat funktioniert.

Leider hat die Sache einen Haken. Viele verstehen nicht, dass es sich um einen Spaß (Witz, Joke, Fake) handelt, sondern glauben die Story. Da prügeln Amerikaner auf die Europäer ein und die deutschen Nichtversteher kontern mit „auch ihr müsst euch an die Gesetze halten“. Ein Spaß läuft aus dem Ruder.

Das große Problem an der Geschichte: Die Leute, die den Witz nicht sofort verstanden haben, fühlen sich so böse enttarnt, dass sie nicht mit einem Lächeln auf die Aufklärung reagieren, sondern virales Marketing voll doof finden, Xing sowieso früher besser war und „man nun lieber aus dem Netzwerk austreten will“.

Da Xing eine Business Community ist, werden sicher die allermeisten Mitglieder den Spot verstanden haben und einfach nur amüsiert lächeln.

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Microsoft Surface – Sexy wie Apple – TheorieTisch

Mittwoch, 21. Januar 2009 | Autor:

Was uns Microsoft in diesem Spot zeigt (Microsoft Surface) haben wir alle schonmal in irgendwelche Sience Fiction Filmen gesehen. Und in der realen Welt beim Apple iPhone.

Microsoft möchte Sexy sein. Sexy wie Apple.

Und Microsoft möchte demonstrieren was man mit Windows 7 alles anstellen kann. Und das ohne überhaupt Windows 7 (dem Nachfolger von Windows Vista) zu erwähnen.

Microsoft möchte Lust auf mehr machen. Auf die Zukunft. Auch ein neues Betriebssystem. Auf neue Produkte und Anwendungen. Ein Betriebssystem für jeden Spieltisch im Casino. Und Brettspiele kann man ja auch gleich in den Wohnzimmertisch von Millionen Haushalten einbauen. Dank Microsoft. Und es wird kein Raum und keine Anwendung geben, die nicht mit einem Touchscreen bedient werden kann. Wir müssen es nur lernen.

Mircosoft packt diese Botschaft jedoch nicht in einen „so wird die Zukunft aussehen Spot“, sondern in ein Produkt. Eben Microsoft Surface. Ein Tisch mit eingebautem Highspeed PC, Microsoft Betriebssystem und einem für Gesten empfindlichen Bildschirm, wie wir ihn von Apple iPhone bereits kennen.

Jetzt dürfen die Entwickler damit spielen und Anwendungen schreiben. Für einen 10.000$ Tisch. Der Aufwand scheint sich zu lohnen, schließlich kann die (teure) Spezialanwendung dann mit dem teuren Tisch gleich an die Unternehmen verkauft werden, die das brauchen (und sich das leisten können).

Und so ganz nebenbei entstehen fertige Software Produkte und Spezialisten die sich mit dieser Technik auseinander gesetzt haben. Und das braucht man, wenn die Technik nächstes Jahr als Windows 7 und normalen Notebooks und kleinen preiswerten Bildschirmen auf den Markt kommt. Hoffen wir, dass die Rechnenpower dann dafür reicht….

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Der Streisand-Effekt

Sonntag, 16. November 2008 | Autor:

Mit Marketing habe ich eigentlich wenig am Hut. Allerdings fasziniert mich das Instrument immer dann, wenn entweder mit geringen Mitteln ein Ziel erreicht wird (z.B. Guerilla Marketing) oder aber ein Schuß nach hinten losgeht.

Dabei kann der negative Effekt einer Marktingskampagne durch eine schlechte Ausführung hervorgerufen werden. Oder aber eine Information wird erst dadurch zu einer (ungewollten) Marketing-Kampagne, weil man unbedingt verhindern will, dass es eine Information verbreitet wird.

Bestes und jüngstes Beispiel ist der die von Lutz Heilmann (MdB, die Linke) durchgesetzte einstweilige Verfügung beim Landgericht Lübeck: Der Wikipedia Deutschland e.V. wird es untersagt die Webseite Wikipedia.de ins Netz zu stellen, solange die kritischen Äußerungen auf der offiziellen Wikipedia Webseite über Lutz Heilmann zu seiner Stasi Vergangenheit nicht zurückgenommen werden. Nun liegt es natürlich nicht in der Macht von dem Verein Wikipedia Deutschland auf die Wikipedia Foundation Einfluß zu nehmen. Trotzdem musste die Seite vom Netz.

Da die Themen Pressefreiheit und Meinungsfreiheit von der Internetgemeinschaft aber sehr Ernst genommen werden, tritt nun der sogenannte Streisand-Effekt ein: In allen wichtigen Blogs Deutschlands wird nun über die einstweilige Verfügung und die Stasi-Vergangenheit von Lutz Heilman berichtet. Auch die großen Medienkonzerne (Beispiel Spiegel.de) greifen nun das Thema gerne wieder auf, welches Medial eigentlich schon 2005 abgeschlossen war.

Der Streisand-Effekt hat seinen Namen von einer Aktion der Schauspielerin Barbara Streisand, die verhindern wollte, dass Luftaufnahmen Ihres Anwesens in Kalifornien auf der Homepage von Pictopia.com gezeigt werden. Auf der Seite von Pictopia.com wurden damals 12.000 Fotos von der Küste Kaliforniens dargestellt. Doch erst die Bemühungen von Barbara Streisand – dieses eine Foto zu verbieten – sorgte dafür, dass plötzlich die ganze Welt das Foto kannte und es so unauslöschlich im Internet verbreitet wurde.

Auch in Deutschland gibt es schon mehrere Beispiele für Mißlungene Aktionen die Pressfreiheit einzuschränken. So weiß seit dem Versuch von Atze Schröder mit der einstweiligen Verfügung gegen den Weser-Kurier vom 20. Dezember 2006 zur Unterlassung der Klarstellung seines bürgerlichen Namens, nun Jeder den echten Namen von Atze Schröder – oder findet ihn im Internet. Vor der Aktion hatte sich wohl kaum jemand dafür interessiert.

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