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Lassen Sie uns darüber reden! Werbebotschaften müssen sitzen…

Sonntag, 14. April 2013 | Autor:

Haben Sie eigentlich einen Organspende-Ausweis? Nein? Hmm,  verstehe… Aber theoretisch würden Sie im Falle eines Falles schon spenden wollen…

Dann sind Sie – so wie das sehe – genau die Zielgruppe, die mit dem folgenden Werbefilm angesprochen werden soll:

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Die beiden Protagonisten des Werbe-Kurzfilms geraten eines schönen Tages ganz unverhofft in eine Lage, in der das Thema Organspende plötzlich ziemlich aktuell wird: den Abgrund – und somit auch das drohende Ende – vor Augen beginnen die zwei Männer zu diskutieren, was für bzw. gegen eine Organspende spricht und warum man sich die Organspendekarte eigentlich immer nur theoretisch zugelegt hat. Am Ende des Spots steht die Botschaft: „Entscheiden Sie sich für oder gegen eine Organspende. Aber warten Sie nicht zu lange. Sonst müssen Ihre Angehörigen für Sie entscheiden“.

Wer hats erfunden?

Für den Werbe-Kurzfilm verantwortlich, ist das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG). Ziel der Online- und TV-Kampagne ist es, die Gesellschaft dafür zu sensibilisieren, sich mit dem Thema Organspende frühzeitig auseinanderzusetzen und im Rahmen der Initiative „Gesundheit 2020“ die Zahl der Organspender zu erhöhen.

Eine lehrreiche Lektion – eine klare Botschaft

Beim Thema Organspende handelt es sich nicht gerade um ein Thema, das sich leicht vermarkten lässt. Dennoch ist es den Machern gelungen einen sehr ansprechenden, humorvollen, anspruchsvollen kleinen Werbefilm zu kreieren, der Aufmerksamkeit erregt, einen großen Personenkreis anspricht und vermutlich bei jedem Betrachter einen kleinen Anstoß zum Nachdenken auslöst.

Eine Werbebotschaft muss eben immer auch die Bedürfnisse – bzw. im Fall des BAG die Ängste – der relevanten Zielgruppe ansprechen. Wenn einer der Protagonisten deshalb vor einer Organspende zurückschreckt, weil ja auch irgendein Idiot seine Organe kriegen könnte (beispielweise der Kerl, der seine Nadja letzten Sommer angemacht hat), dann ergibt das durch die Absurdität der filmischen Situation nicht nur einen sehr unterhaltsamen Spot, sondern spricht wahrscheinlich auch einem Großteil der Zielgruppe aus der Seele.

Nur wer die Bedürfnisse, in diesem Fall aber die „Ängste und Fragen“ seiner Zielgruppe kennt und den richtigen Ton trifft wird letztendlich die Aufmerksamkeit der Zielgruppe gewinnen und den gewünschten Anstoß zu Handeln setzen!

 

 

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Thema: TV Werbung

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